Die Zukunft kommt ;)

Corona- Gartengespräche mit Abstand. Zeitaktuelle Themen und natürlich, die Ernährung.

Wir haben so viel zu tun, und machen so wenig. Unsere Zukunft liegt vor der Tür, wer kommt mir raus?

Heute basiert unsere Gesellschaft mit all ihren Wirtschaftsleistung auf chemischer Grundlage. Wir baggern und pumpen Stoffe, also Materialen, Moleküle und Gemische ab, wir verarbeiten sie durch phsikalische Kräfte, wandeln chemisch um, vorallem verbrennen wir, oxidieren Kohlenstoff.

Das Problem ist zwischenzeitlich erkannt, doch längst nicht gebannt, denn was heute wirksam wird, sind die Emissionen von vor 20 Jahren. Das dicke Ende kommt noch, schneller als vielen lieb sein wird, denn in den letzten 25 Jahren wurde die selbe Menge Kohlenstoff oxidiert, wie in der gesamten Menschheitsgeschichte davor. Wäre ich boshaft oder Politiker, würde ich nun zeittypisch die Schuld den ca. 30-40 Jährigen geben, die da maßgeblich ins Konsumalter kamen und wirkten 😉

Unsere Zukunft jedoch liegt in einer Abkehr vom chemischen Zeitalter der Industrialisierung. Wo einst, große Dampfmaschinen mechanische Arbeit für eine physikalische Wirtschaft schuf, ist es in Zukunft die Biologie und die natürlichen Vorgänge, die unsere Wirtschaft antreiben werden.

Es wird sich viel ändern, und damit das geschehen kann, müssen Menschen erkennen, dass viele der heute in Diskussion stehenden Zukunftslösungen selten quer gedacht sind, und noch häufiger fast nicht zu Ende gedacht sind.

Doch was ist eine biologische Wirtschaft? Wie soll das gehen?
Heute baggern wir Erze ab, konzentrieren diese oft chemisch und regelmässig veranstalten wir dabei viel Umweltsauerei. Man kann jedoch auch Mikroorganismen nehmen, die aus den Stoffen, Erzen oder „Abfällen“ die gewünschten Elemente aufnehmen und konzentrieren. Dann wird geerntet.
Jüngst hat ein Forscherteam dazu erstaunliche veröffentlicht.

Früher™ wusste man, dass man Schnittblumen in der Vase länger frisch halten kann, wenn man einen Kupferpfennig in die Vase tut. Viele kennen auch diese Kupferbänder die man an den Dachfirsten verlegen kann um das Algenwachstum auf der Dacheindeckung zu unterdrücken. Das ganze funktioniert weil Kupfer ein hochgiftiges Schwermetall ist und Organismen abtötet, beispielsweise die im Wasser der Vase, die Fäulnis am Stengel der Blume erzeugen.

Forscher berichten nun in Science Advances dass es ihnen gelungen ist, Mikroorgansimen aus einer Mine in Brasilien zu kultivieren, die aus einer giftigen Kupfersulfatbrühe das Kupfer aus der Verbindung lösen und in Reinform einlagern. Immer wieder wird bei Grubenunglücken oft Millionen Liter von hochgiftiger Kupfersulfatbrühe übers Land verteilt und tötet alles.

Doch es geht lange nicht nur um tote Materie und Erze. Es geht auch um die Ernährung, letztendlich aber um alle Rohstoffe, besonders die, die heute auf Kohlenstoffbasis genutzt werden. Das Stichwort ist eine seit Jahrtausenden genutzte Technik der Menschheit, die Fermentation. Jedoch nicht mehr nur für Brot, Bier und Wein, Kraut und ähnliches, sondern um Grundstoffe zu gewinnen.
So ist es möglich, das Rauchgas von fossilene Kraftwerken mittels Mikroorganismen zu nutzen und zu fast allem umzubauen, was wir brauchen. Ob Kunststoffe oder Eiweise, letztendlich kann vermutlich alles in Fermentern erzeugt werden. Diese sind auch keine gigantischen Kessel wie beispielsweise bei der Backhefeherstellung, sondern es sind unzählige kleine Reaktoren, ja, eine der Mikroelektronik geichartige Entwicklung ist absehbar. Es wird nicht mehr allzulange dauern, dann werden wir Biochips haben, die in Milliardenzahl werkeln und uns letztendlich technisch in den Kreislauf der Natur integieren werden. Die Zeit von Abfall wird zu Ende gehen- wie schnell, das entscheiden wir!

Verbauen wir heute im Jahr 2021 diese Wege durch Gesetze zur Gentechnik, ohne zu wissen, was wir damit wirklich blockieren? Schaffen wir Gesetze um in die Landwirtschaft einseitig einzugreifen und damit Weiche zu stellen, Märkte die Grundlage entziehen, auf denen eine Zukunft gebaut werden könnte? Ja, die erforderliche Weitsicht ist weder in der Wirtschaft die an Quartalsberichten hängt, noch in der Politik, die spätestens nach 4 Jahren ideoligisiert oder popularisiert den Meinungen folgt, statt dem Wissen zu vertrauen, vorhanden.

Ja, die Schranken in den Köpfen werden die größten Hindernisse darstellen, dass wir auf dem Planeten alle in Würde und gut ernährt leben können. Und sie werden mehr.

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