Energie – eine Krise der Politik

Deutschland erfährt nun deutlich die Folgen jahrzehntelanger Misswirtschaft und politischer Unverantwortlichkeit. Die Folgen vom Ausbremsen der Energiewende hin zu den Erneuerbaren schallen den Bürgern wie ein lautes Echo entgegen. Doch die Politik, selbst unter den Grünen Minister Habeck ist weiter unfähig, zukunftsfähige Wege zu beschreiten. Panikartig wird fossiler Ersatz für fossile Ausfälle aus Russland gesucht und gefunden.
Leidtragende sind die nachfolgenden Generationen. Deren Zukunft wurde in Deutschland unter Merkel verspielt und die aktuelle Jugend und jungen Erwachsenen in deren Lebenszeit die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs der Menschheit seit der Eizeit fällt, kann sich ein Leben ohne diesen Standard schwerlich vorstellen. Morgens bestellt, nachmittags vom grauen Amazon- Lieferdienst gebracht, das ist das Mindeste!
Handy, ok selbstverständlich, aber natürlich nicht jährlich neu, denn man denkt ja an die Umwelt, aber alle 2 Jahre muss schon sein. Und die Fernreise spätestens zum bestandenen Abi war auch lange normal, ebenso wie der schnelle Tripp nach Spanien oder Portugal.

Corona hat schon eine Wende eingeleitet. Die magnetische Anziehungskraft der Metropolen hat an Kraft verloren, und der Weg aufs Land und Gedanken zur Selbstversorgung breiten sich erstaunlich rasant aus.

Dennoch leben wir alle auf einen untragbare Niveau weiter, verbrauchen und verschwenden Ressourcen wie nie zu vor.

Dabei ist gar nicht das Gas und Öl oder die Kohle der Faktor um den es ernsthaft geht, sondern Wasser und Nährstoffe, essentiell für das Leben an sich.

Deutschland hat den vierten Trockensommer in 5 Jahren hinter sich. Über Monate fielen 2022 hier kaum 2 Gießkannen Wasser pro Quadratmeter an Regen. Maiskulturen erreichten hier oft keine 40cm Höhe, Laubwälder begannen mit der Herbstfärbung bereits Ende Juli aufgrund von Wassermangel. Tief wurzelnde Eichen vertrocknen ebenso wie Buchen und Nadelbäume, wie Weißtannen.

Auf den Äckern ein ähnliches Bild. Auch wenn Getreide weniger trocken empfindlich ist, leidet die Kornbildung und das Getreide wird notreif. Die ökologisch so wichtige Untersaat keimte nicht mal.

Und was geschieht?

Nichts. Themen die andere und ich seit Jahrzehnten kommunizieren, kommen bei den Verantwortlichen in den Ämtern und der Politik nicht an. Wir können uns das nicht mehr leisten. Wir müssen aktiv werden, laut und deutlich Wege beschreiten. Es geht nicht mehr, dass Vorschriften, Paragrafen oder der Amtsschimmel unsere Zukunft tot reitet!

Abwasserzweckverbände müssen aufhören Abwasser weg zu pumpen für teuer Geld und mit viel teuerer Energie! Forstämter müssen aufhören in engen Revieren zu denken und alternativen Arten und Herkunftsregionen eine Chance bieten. Landwirte müssen aufhören mit der großflächigen Monokultur und beispielsweise Agroforst anwenden.

Begradigte Bäche und Dränagen müssen rückgebaut werden, bis zu 11 mal mehr Wasser führt ein mäandernder Graben gegenüber dem begradigten Kanal, der Biodiversitätsgewinn ist noch deutlich höher und das Wasser hat wieder Chance zu versickern. Danke Bieber, du machst wenigsten Stauwehre in die der linearen Baggerkultur entstammenden Entwässerungenslinien. Aber auch überregional sind unsere Wasserreserven am Ende. Wo bisher die Gletscher sicher Wasser in die Flüsse speisten, wird durch das rapide Abschmelzen dieser die gesamte Wasserversorgung von Millionen von Menschen im Sommer ausfallen. Unser Umgang mit Süßwasser muss sich komplett ändern!

Doch auch weiter gedacht muss sich etwas ändern. Konzepte wie das Wasserclosett, WC in Kurzform müssen verändert und vermieden werden. Trockentrenntoiletten sind ein Weg. Rund 20% des kommunalen Strombedarfs gehen in diesen fäkal bestimmten Abwassersektor, und dies um letztendlich essentielle Nährstoffe für immer zu vernichten. Wo man in dörflichen Strukturen noch einfach handeln kann, benötigen wir für die Metropolregionen neue Techniken die Urin vom Fäzes getrennt sammeln und ableiten, um so die Nährsalze und den Kohlenstoff erhalten zu können.

All das kostet heute enorm viel Energie. Diese wird durch den Ausfall und die Reduzierung von russischem Gas nun deutlich. Ob Harnstoff für die Abgasreinigung der verbrennungsbasierten Mobilität oder als Düngemittel es wird knapp, es wird teuer und dies ist erst der Anfang.
Und nein, wir werden es in dieser Lage nicht schaffen in den kommenden 5 Jahren 5-10mal mehr EEG Stromkraftwerke zu errichten wie in den vergangenen 20 Jahren zusammen genommen um all das Gas zu ersetzen, gerade in Wärmesektor. Soviel wäre aber nötig um die Energiemenge des wegfallenden Gases zu ersetzen.
Alleine die Lieferkettenproblematik und Ressourcenverknappung werden und da gewaltig ausbremsen.

Doch in der Realität schalten wir weiter Windkraft- und Solaranlagen ab, weil das Kohlekraftwerk Strom erzeugt und die Biogasanlagen 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr Strom aus leicht speicherbaren Gas erzeugen.




In der Realität bauen Menschen weiter Luftwärmepumpen und kaufen sich dazu die PV Anlage um sich das ökologisch schön zu rechen. In keinen Winter der letzten Jahre erzeugte eine PV Anlage nur annähernd den Strom die eine Wärmepumpe benötigt, und bei deutlichen Minusgraden heizt da drin ein Tauchsieder und so machen sie sich weiter abhängig von Braunkohlestrom.

Natürlich kann man sich das leisten und ist elektrisch heizen sehr angenehm, aber erst wenn wir mal 10 mal mehr Erneuerbare haben. Doch heute haben wir diese nicht, und heute brauchen wir Lösungen!

Und dann werden kleine Holzheizungen schlecht geredet. Ob Feinstaub oder dass das Holz lieber im Wald bleiben soll. Ja, auch ich würde lieber gar kein Holz verbrennen, aber ich tue es! Bewusst, sparsam und aktuell auch gerne! Denn jeder der im Winter nicht frieren will und die Gebäude kaputt gehen lassen will, benötigt Wärmeenergie!

Und welche Alternativen gibt es da? Gas? Öl? Atomkraft? Wärmepumpen?

Keine die nur annähernd so wenig negative Folgen birgt, wie die kleine Holzfeuerung.

Gegenargumente gibt es immer und gegen alles. Und das ist das Problem der Zeit, denn kaum wer erkennt die vielschichtigen Aufgaben und kennt Antworten die über all die Ebenen der Fragestellung hinweg einen gangbaren und besseren Weg darstellen.

Das ist natürlich die ideale Ausgangslage für Populisten und andere Manipulateure die mit dem Volk spielen wie der Jongleur mit den Bällen. Auf und Ab, hin und her, Hauptsache keine Ruhe reinbringen die ja mal zum selbstständigen informieren und denken führen könnte.
So ist auch der politische Weg in dieser Demokratie letztendlich verbarrikatiert und man muss ehrlicher Weise eingestehen, dass dieses Land am Ende ist.

Wir sind 5 nach 12, wird sind längst über den Abhang hinaus gelaufen, und strampeln wie die Comicfiguren in der Luft, bevor sie mit dem Blick nach unten realisieren, dass es nur noch schnell lotrecht hinab geht.

Mehr zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=Hi89KO_dj1g

https://www.youtube.com/watch?v=vGgMQlM-8N4

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