Abwasser – die ungenutzte Ressource

Der Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto „Abwasser – die ungenutzte Ressource“ und so wichtig mir das Thema ist, so wenig hab ich Lust, mir weiterhin die Sontagsreden dazu anzuhören!

Wenn Stefan Uhlenbrook, Koordinator beim World Water Assessment Programme im Deutschlandfunk heute sagt:
Wenn wir Kinder unter fünf Jahren nehmen, dann wurde geschätzt, dass 360.000 Kinder jährlich sterben, allein wegen schlechtem Wasser, allein wegen schlechter Hygiene. Das bedeutet, dass jeden Tag drei, vier Flugzeuge voll besetzt mit Kindern unter fünf Jahren abstürzen. Jeden Tag! Allein durch Krankheiten, die wir eigentlich leicht managen könnten.“
hat er verdammt noch mal recht, aber daran ist nichts Neues!
Und alle wissen es, -und keiner, also fast niemand ändert etwas daran.

Es ist das große Geschäft, Wasser zu verschmutzen und die Reinigung schön technisch teuer im Gespräch zu halten.
Schon 2008, ebenso anlässlich des Weltwassertages sagte Karin Kortmann, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium (BMZ) ebenso im Deutschlandfunk, warum sanitäre Grundversorgung als ein Schlüsselthema für Entwicklung gilt und die UN dass täglich 5000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen sterben, ausgelöst durch mit Fäkalkeimen verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmittel und weil ihre Eltern nicht um die Wirkung mangelnder Hygiene wissen.

Da werden inzwischen Jahrzehnte Milliarden Dollars und Euros in den Kampf gegen den Terrorismus gesteckt, und täglich kommen mehr Kinder durch Abwasser zu Tote, wie bei allen Terroranschlägen zusammen in vielen Jahren!

Dabei wäre es so einfach etwas zu tun und es könnte auch so billig sein, aber das tut man nicht, denn Unternehmen wie Siemens verdienen dann eben nicht mit. Also macht etwas oder lasst die Sonntagsreden!

In den hoch industrialisierten Ländern werden im Schnitt nur 70% der Abwässer gereinigt, dabei ist die Industrie das kleiner Problem. In den wenig entwickelten Ländern sind es dagegen nur 8%. Dort sterben Kinder, bei uns werden Flüsse vergiftet und wertvolle und knappe Ressourcen verschwendet oder zu Sondermüll gemacht. Teuer ists allemal, obwohl bei der richtigen Struktur und Technologie eigentlich jeder Abwassererzeuger aus den häuslichen Umfeld statt Abwassergebühren zu zahlen eigentlich Geld bekommen müsste!

Aber mit Scheiße gibt man sich ja ungern ab, also bleibt das Thema allzuoft das ganze Jahr liegen, wenn da nicht gerade Weltwassertag ist oder das Geld in der Haushaltskasse drückt.

Tauchen wir etwas in die Materie ein:

Bei uns sind es die Nährstofffrachten die oft genug noch durch die technischen Klärwerke in die Gewässer gelangen, aber ebenso der übermässige Eintrag von Gülle in den Erdboden durch industrialisierte Massentierhaltung. Es sind die ländlichen Gebieten im Osten Deutschlands die zwar oft über eine Teilortskanalisation verfügen, aber keinerlei Reinigung des Abwassser vorsehen, bevor es in die Bäche geleitet wird.
Dabei muss man wissen, dass Abwasser ausser von den groben Frachten die mehr als Müll zu bezeichnen sind nicht „gereinigt“ wird. Die Inhaltsstoffe, vornehmlich Stickstoff und Phosphatverbindungen werden durch Mikroorganismen so umgebaut, dass der Sauerstoffbedarf des Abwasser innerhalb zulässige Werte ist (Biologischer & chemischer Sauerstoffbedarf sind da die Kenngrössen). Wenn der Stickstoff dabei nicht in die Atmosphäre entweicht bleibt er im Wasser. Andere Stoffe werden bei neuere oder nachgerüsteten technischen Klärwerken ausgefällt und landen im Klärschlamm, der inzwischen in die Müllverbrennungsanlagen wandert. Andere chemische Inahltsstoffe und Medikamentereste werden in der Regel gar nicht berücksichtigt. Das Ende des Weges ist dann ein tiefer Schacht meist bei K plus S bei hohen Einlagerungskosten, da er mit allen Arten von Sondermüll vermischt ist. Damit sind die wertvollen Düngestoffe erstmal raus aus dem Kreislauf des Lebens.
Dafür zahlen wir nicht nur ökologisch einen hohen Preis, sondern auch finanziell mit steigenden Abwassergebühren besonders abseits der Städte. Von all den anderen Kostenfaktoren und unnötigen Tiefbauten will ich gar net schreiben.

Dabei gibts es auch andere Lösungen, Lösungen die die Nährstoffe nicht in diesem Einbahnstrassensystem direkt mit höchstem Aufwand zu Sondermüll degradieren!

Grundlage der Abwasserreinigung sind immer Mikroorganismen, und denen ist es völlig egal, ob sie das Wasser in einem technischen Großklärwerk reinigen oder in einem natürlichen, bewachsenen Bodenfilter. Der einzige Unterschied ist, dass die technische Anlage Millionen Euro teuer ist, dabei viel Energie verbraucht und der Bodenfilter im einfachsten Fall mit ein paar Rohren und Schaufeln selber zu bauen ist. Die Reinigung gerade bei häuslichen Abwässern findet in beiden Anlagen statt, in den bewachsenen Bodenfiltern sogar oft besser und stabiler!

Und nun, liebe Politiker und Sonntagsredner, sorgt dafür, dass wir dieses einfache Wissen exportieren. Einfach so. Ohne an die Umsätze von Siemens zu denken, sondern an all die Kinder die täglich insbesondere durch Fäkalkeime im Abwasser an Durchfallerkrankungen sterben.
Sorgt dafür, das die Menschen lernen und verstehen können, was sie aus diesem wertvollen Abwasser machen können. Ideal ist das zum Düngen von Feldern, also zum Bewässern. Aber ebenso kann man daran eine Fischzucht anschließen und die Stickstoffverbindungen zu gutem tierischen Eiweiß aufwerten.

Das geht in Deutschland genauso gut wie woanders auf der Welt, und die EU hat bereits 2001 in ihrem Leitfaden für Kommunen bis 2000 Einwohner dargelegt, dass dies die beste und günstigste Art der Abwasserreinigung darstellt.
In Thüringen werden auf die Einwohner Milliardenkosten zukommen, 4,5 Mrd € war die letzte mir bekannte Schätzung dazu- nur für die technischen Kläranlagen die noch fehlen. Dazu kommen Pumpwerke, denn so ein großes Zentralklärwerk rentiert sich ja erst bei tausenden von angeschlossenen Haushalten. Dabei kostet der Strom für die Pumpwerke im Jahr oft mehr, als die Gesamtkosten der alternativen Anlagen!

Ich betreibe seit nun 20 Jahren selbst eine solche Anlage, fragt mich einfach!

Entmächtigungsgesetz Thüringen

Die Diskussion rund um die Reform der Landesstruktur kennen wir Thüringer Bürger nun seit Jahren. Ob Landgemeinden, Großgemeinden, Ortsteile, angedrohte Auflösung aller Verwaltungsgemeinschaften, erfüllende Gemeinden und viel mehr Begriffe aus dem Bürokratiedschungel schlugen uns um die Ohren. Ob von Rechts, den Sozis oder nun den Linken und Grünen, alle singen dieses Lied der Gemeindezusammenlegung.

Wir hören immer, dass wir die Reform brauchen, immer ganz vorne steht als Argument das liebe Geld, denn angeblich will man durch die Reform Geld, –unser Steuergeld einsparen. Nun, den Nachweis für diese Behauptung hat noch niemand geführt, das bestätigte auch wieder der langjährige und erfahrene Verwaltungsmitarbeiter unserer Gemeinde.

In vielen Leserbriefen haben sich unser Landrat Müller, wie auch Bürgermeister und natürlich ebenso Einwohner betroffener Gemeinden zu Wort gemeldet und inzwischen lässt sich eine Linie ziehen:

Für die Reform und Gemeinden sind die, die entweder den Sitz der „Hauptgemeinde“ innehaben und bekommen sollen und besonders auch Gemeinden, deren Haushaltslage nicht wirklich rosig ist. Das Konzept ist dahinter einfach. Warum als kleine Gemeinde den Schuldenberg schultern, wenn es auch all die anderen für sie tun können? Diese Gemeinden sprechen natürlich auf die „Zuckerl“ der Landesregierung an.

6000 Einwohner soll die Untergrenze sein. 6000 Menschen. Bei uns bedeutet dies, dass wir eine Gemeinde mit 25km und mehr Ausdehnung bekommen werden.

Für uns bedeutet es, dass kein Bürger mal eben an den Gemeinderatssitzungen teilnehmen kann, um seine Kritik an dem Haushalt oder seinen guten Rat zur Waldbewirtschaftung beitragen kann. Kaum wer wird 10 und mehr Kilometer am Abend fahren um dann in einer Versammlung zu sitzen wo es selten nur um seine Belange gehen wird. Und natürlich kann keiner der weniger mobilen alten Mitbürger teilhaben, denn ohne Privat- PKW und ohne öffentlichen Nahverkehr, die es hier am Abend nicht gibt, bliebe nur das teuere Taxi für die Fahrt.

Seit 2004 kenne ich das aus Sicht eines gewählten Gemeinderates, seit 2004 habe ich so oft erlebt, dass direkt im Gemeinderat die Bürger ihr Anliegen vortragen konnten und wir meist gemeinsam eine gute Lösung fanden. Es gab unzählige Hinweise zu gemeindlichen Bauvorhaben und ich habe den Wert des Wissens von unseren Vorgängern im Rat erfahren dürfen. Ob zum Wald, oder den lokalen Bodenbedingungen bei Bauvorhaben, sooft hat das Wissen der Alten uns geholfen die bessere Entscheidung zu treffen und damit meist auch Gelder der Gemeinde einsparen zu können.

Wir haben damit verantwortlich unsere Macht als Gemeinderat für die Bürger wahrgenommen. Wir haben demokratische Mitbestimmung, Mitwirkung zugelassen und auch Transparenz hergestellt, -ok, nicht immer, denn oft sind mit so machen Punkte auf der nichtöffentlichen Tagesordnung aufgefallen, die besser öffentlich diskutiert worden wären. Aber wir arbeiten dran 😉

Und wir arbeiten kostengünstig, – ehrenamtlich.

Wenn es nun einen gemeinsamen Rat für die vielen Gemeinden gibt, in der jede Gemeinde vielleicht gerade noch einen Gemeindevertreter entsenden kann, dann beginnt das, was ich nicht will:

Damit dieser eine Vertreter ein Vorhaben in seinem Ort, beispielsweise die Förderungen der Flutlichtanlage für seinen Sportverein oder für die Kindertagesstätte erreichen will, immer muss er sich auf politische Deals einlassen.
Er muss sich verbünden, er muss eine Mehrheit organisieren und damit sein Stimmrecht bei anderen Entscheidungen „verkaufen“. Unterstützt ihr meine Flutlichtanlage, dann stimme ich für euer Neubaugebiet beispielsweise.

Damit haben wir den Anfang des üblen politischen Spiels gesetzt; den Anfang von Abstimmungsverhalten das wir Bürger nicht mehr verstehen. „Warum zum Himmel stimmt der Herr X. für diesen Mist?!“ wird dann zum oft gehörten Satz werden.

Entscheidungen werden nicht mehr nach den Erfordernissen und der Sachlage gefällt, sondern um die üble Hure Politik zu bedienen!

Wir, die Einwohner der Orte verlieren damit alle. Wir verlieren Macht. Genauer, die Macht über unseren direkten Lebensraum und das gemeinschaftliche Zusammenleben wird uns geraubt!

Mit diesem von oben angeordneten Machtverlust, der Entmächtigung der Gemeinden verlieren wir. Wir verlieren Identitätsstiftendes, ebenso wie Mitwirkungsmöglichkeiten.

Und darum geht es letztendlich. Das Kostenargument ist frei erfunden, die dringende Notwendigkeit ebenso. Es geht um eine Zentralisierung der Macht, es geht darum, dass Verwaltungen leichter „durchregieren“ können.

Ich las die Tage eine Ortschronik und in dem Zeitabschnitt 1932-1938 wurde im Detail beschrieben, wie die Gleichschaltung unter den Nazis betrieben wurde. Wie einzelne Gemeinderäte hinaus geprügelt wurden, wie unliebsame Bürgermeister ausgetauscht wurden, und mich erinnert das Vorgehen gegen die Gemeinden unter der Regierung Bodo Ramelow genau daran.
Seinen „Vorschalt-Gesetz“ zur Gebietsreform erinnert mich an das Ermächtigungsgesetz vom 31.3.1933 mit dem Titel „Vorläufige Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“.

Ebenso sollen die Landkreise umstrukturiert werden und auch da sieht man wenig Sinnvolles. Wir benötigen keinen Landkreis mit weit über 120 km Ausdehnung, ohne verbindende Infrastruktur! Wir benötigen erreichbare Verwaltungen und Leistungen nahe den Menschen!
Es müssen endlich Strukturen für den Menschen gemacht werden, und nicht für Bürokratie, Technik und Macht.

Dennoch, ich bin für eine Verwaltungs- und Gebietsreform!

Jedoch eine Reform bei dem der Bürger, wir also, –die Einwohner der vielen, auch kleinen Gemeinden im Vordergrund stehen. Einer Reform, wo die Verantwortung und Entscheidungen hin zu dem Bürger wandern. Letztendlich benötigen wir im 21. Jahrhundert keine Landkreise mehr!

Wir Bürger benötigen Zugang zu Verwaltungsvorgängen, wir benötigen Zugang zu Hilfsangeboten. Und dank moderner Technologien kann das alles dezentral verwaltet erfolgen. Jede Gemeinde kann einen eigenen Zugangspunkt haben, letztendlich ein einfacher PC. Lokal kann dann ein Bevollmächtiger, also ein Bürgermeister, ein Verwaltungsangestellter oder Beauftragte helfen und unterstützen. Natürlich kann der Bürger dann auch von Zuhause aus am eigenen PC sich verwalten, eine private Bürgerakte,-mit einem Klick druckt sich der Einwohner selbst die notwendige Bescheinigung aus, inklusive Bestätigungszertifizierung, – sicherer Standard an jeder Hochschule heute.
Im Hintergrund würden Verwaltungszentren die Bürokratie abwickeln, Vorbereitung von Wahlen treffen, den Unterhaltung und die Organisation von Gemeinschaftsaufgaben und all die anderen Dinge erledigen.

Das könnte wirklich Kosten sparen. Doch dafür müsste man eine Vision davon haben und auch Überblick über die technischen Möglichkeiten, – und ehrlich, das trau ich keinem der damit betrauten Beamten zu. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

Bild: Bundesarchiv, Bild 102-02985A / CC-BY-SA 3.0

Die Zukunft beginnt. Jetzt.

Am ersten Tag der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat Google die Gründung der Open Auto Alliance (OAA) bekannt gegeben und damit die Zukunft der mobilen Gesellschaft eingeleitet. Während deutsche Politiker sich auf die Bewahrung überkommener Technologien wie dem ressourcenverschwendenden Verbrennungsmotor konzentrieren und Kanzlerin Merkel dabei zum Cheflobbyisten in Brüssel wird, zeigen Audi, General Motors, Honda und Hyundai, der Chipentwickler Nvidia und der Suchmaschinenriese Google, wohin die Zukunft der Automobile geht.

Google, der Entwickler des als Handy-Betriebssystem weit verbreiteten »Android«, will sein Betriebssysten auf Autos portieren. Android hat somit die besten Chancen, das Nervensystem von intelligenten Fahrzeugen zu werden – von Fahrzeugen, die weit mehr können als uns von A nach B zu transportieren. Sie werden damit eine ähnlich zentrale Rolle einnehmen wie die Smartphones, die zur Kommunikationsdrehscheibe der Generation »always online« wurden. Die Zukunft beginnt. Jetzt. weiterlesen

Apple und die Zukunft

Apple hat nach dem Wiedereinstieg von Steve Jobs einen unglaublichen Aufstieg durchlebt. Dabei lag die Firma fast am Boden. Der iMac in Bondi Blue läutete 1998 die Wende ein. Jonathan „Jony“ Ive brachte die Farben und das transparente Design ins Spiel. Heute ist er für die Benutzerschnittstellen Software zuständig und deckt damit einen der Kernkompetenzen Apples ab. Er ist seit 1992 bei Apple beschäftigt und das verbindet uns, denn seit dem verkaufe ich Appleprodukte.

In seinem Geschäftsbereich kann eine große Zukunft für Apple und diese dringend nötig. Seit der Revolution im Smartphone Markt, der mit dem iPhone ausgelöst wurde, blieben echte Innovationen aus. Etwas Designspielereien, etwas Bedienkonzept, doch nichts wirklich revolutionäres ist auszumachen.
Die aktuellen Entwicklungen an der Börse sind möglicherweise schon auf diese ausbleibenden Meilensteine zurückzuführen.

Wo steht Apple heute

Der in den Startlöchern vermutete Apple TV ist ein Glied auf das schon Lage spekuliert wird, und der Anfang eineres komplett neunen Geschäftsfeldes werden kann.
Der iMac war der Einstieg in eine Medienzentrale. iTunes revolutionierte das Musik(vertriebs-)Geschäft, iPhoto und das iÖkosystem ergänzt alle anhängenden Bereiche.

Apple und Steve Jobs wird nachgesagt, eine besondere Qualität in Erkennen des richtigen Zeitpunktes für eine kommenden Entwicklung zu erkennen und dort mit einfach bedienbaren System bestehende Märkte zu übernehmen. Der iPod war nicht der erste mp3-Player am Markt, aber er war das Gerät das mit dem Erkennungszeichen „Weiße Kopfhörer“ bei einfachster Bedienung mit dem iTunes- System die Musikrevolution erst ermöglichte.
Heute ist der iTunes Store einer der Umsatzbringer und vieles wird auch über die Apps verdient, denen Apple im Wesentlichen den Vertriebskanal dort aufgemacht hat.

Ich bin stark überrascht, dass Apple als milliardenschwerer Konzern nicht bereits das Umfeld für den nächsten grossen Schritt in unser Lebensumfeld getan hat. Dabei erscheint es fast logisch, wohin der Weg führen wird.

Wo sind die Vordenker des Unternehmens?

Musik, Kommunikation hat Apple erobert, bei den Bildern steht es vielleicht der Einzug ins Wohnzimmer bevor, doch wann wird weiter gedacht? Logischerweise wird ein Applegerät, unscheinbar und vermutlich nur mit einer Einschalttaste versehen die Zentrale unseres iHomes werden.
Wir stehen vor einer dringend notwendigen Revolution für die Homeautomation und die Situation weist auffällig viele Ähnlichkeiten mit der skizzierten Situation vor dem iPod auf.

Es gibt eine Anzahl von Herstellern die bieten Intelligente Systeme um Rollanden zu steuern, Lampen zu bedienen, Beamerleinwände auf und ab zu lassen. Gemeinsam haben sie eine grottenschlechte Bedienung. Tastenfelder, Drehregler gepaart mit Menüstrukturen die man ohne Handbuch und Schulung schwerlich begreift.

Was liegt näher, das Apple KIS „keep it simple“ mit einem Homehub in das Apple- home zu integrieren?

Der neue Billiarden Markt

Einfache Zusatzgeräte übernehmen die Kontrolle von Lampen und allen anderen Gegenständen letztendlich hin bis zur Heizungsanlagen und Alarmsystemen, oder sogar zukünftiger Elektromobile und deren Energiespeicher.

Gesteuert über das iPhone, iPad, den Apple TV, unabhängig vom Ort. Einfach installierbare Apps ermöglichen eine ungekannte Vielfalt an Anwendungen die alle auf diesem System beruhen, das iTunes bereits vorgemacht hat: Drehscheibe von Inhalten und Apps, Geschäftsmodell mit einer Win-Win Situation.

Und entscheidend dabei ist nicht die Hardware Schnittstelle, sondern die Software, eben Jony Geschäftsbereich. Sprachsteuerung für den Haushalt, das Licht und einfach all die gebaute Umwelt ist nicht nur technologisch naheliegend, sondern ein gigantischer Markt der fast nach einem Platzhirsch sucht.

Apple kann dieser Platzhirsch werden, Apple hat genug Technologie und Kapital in Überfluss. Nur sie müssen sich ranhalten, denn auch die anderen „Nachahmer“ können dort einen Fuss in die Tür bekommen.

Alternativ, und das sage ich als Pirat ist natürlich die Etablierung eines freien Projekts, mit offenen Standards, patentbefreit und von einer Community getragen. Leider erwarte ich von Apple nicht, Herz dieser freien Gemeinschaft zu werden, obwohl dies auch marketingtechnisch nicht gerade wenige Kritiker besänftigen könnte.

Als Architekt kann ich mir dort unser zukünftiges Lebensumfeld gut ausmalen.