Die Wärme ist zurück

Seit über 1,5 Monaten lief die Heizung nicht mehr. Das Ende der Kälte lies ja lange auf sich warten. Die Solarwärme war bis heute vollkommend ausreichend um ein warmes Zimmer zu sichern. Auch das Brauchwasser war durchwegs heiß und reichlich vorhanden. Gestern der erste Abend an dem die Temperatur unter 48° C im Brauchwasserspeicher lag. Heute ist es trübe, keine Sonne, viel Regen und grau. Das Zimmer ist leicht kühl, die Zeit im T-Shirt ist vorbei, ein Pulli muss etwas wärmen.
Der Holzkessel wird dennoch nicht brennen, da muss das Duschen heute noch einen Tag warten oder etwas kühler geduscht werden.
Die vergangen Wochen wurde im Gemeindewald viel Holz gemacht, das Brennholz der nächsten beiden Winter stapelt geschnitten am Wegesrand. Alles von einem Jahre alten Windbruch, der bis heute nicht aufgeräumt wurde. Da liegt für mich noch Arbeit für 2 Jahre. Viel Arbeit.
Es tut gut, draussen körperlich zu Arbeiten, ideal um einen Ausgleich für die Stunden am Computer zu haben.

Bürgerrechte im 21. Jahrhundert

Also, nun ist die „Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß“. Gut. Dankeschön für diese Urteil liebes Bundesverfassungsgericht. Das Speichern der sogenannten Telekommunikationsverkehrsdaten, manche sagen auch Metadaten dazu ist also ein besonders schwerer Eingriff in die Privatsphäre.

Weil so wichtig, hier ein Zitat aus der Pressemitteilung zum Urteil: „Auch wenn sich die Speicherung nicht auf die Kommunikationsinhalte erstreckt, lassen sich aus diesen Daten bis in die Intimsphäre hineinreichende inhaltliche Rückschlüsse ziehen. Adressaten, Daten, Uhrzeit und Ort von Telefongesprächen erlauben, wenn sie über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, in ihrer Kombination detaillierte Aussagen zu gesellschaftlichen oder politischen Zugehörigkeiten sowie persönlichen Vorlieben, Neigungen und Schwächen. Je nach Nutzung der Telekommunikation kann eine solche Speicherung die Erstellung aussagekräftiger Persönlichkeits- und Bewegungsprofile praktisch jeden Bürgers ermöglichen.

Was machen wir nun damit? Rein technisch ist es ja bisher kaum zu verhindern, dass Verkehrsdaten bei den Anbietern wie auch bei allen Durchleitern von Daten anfallen und abgreifbar werden. Ebenso sind diese Daten selbst verschlüsselter Inhalte natürlich auch an jeder „Anzapfung“ der Leitungen mitlesbar, durch wen auch immer. Geheimdienste oder Kriminelle die Daten für unlautere Zwecke, beispielsweise als Druckmittel nutzen möchten.

Eigentlich haben wir schon eine Lösung für derartige Probleme was sich seit Jahrzehnten, nein seit Jahrhunderten, das Briefgeheimnis. Wikipedia schreibt dazu: „In Deutschland wurde die Gewährleistung des Briefgeheimnisses zuerst in der Josephinischen Wahlkapitulation von 1690 angesprochen. Für seine Verletzung sollte ein Delinquent mit Staupenschlag und Landesverweisung bestraft werden. In der Allgemeinen preußischen Postordnung vom 10. August 1712 war jedem Postbeamten bei verbotener Brieföffnung die Dienstentlassung und die strafrechtliche Ahndung als Meineidiger angedroht, ein Verbot, das in das Allgemeine Preußische Landrecht einfloss.
Genau wie es ei den Briefen technisch nicht verhindert werden kann, den Inhalt lesbar zu machen, indem der Umschlag aufgerissen wird, das Sigel gebrochen wird, und es deshalb sanktionsbewerte Regeln gibt, dies zu verhindern, benötigen wir für die digitale Welt ein Datengeheimnis. Kein Datum und keine Metadaten, also die Verkehrsdaten welche Daten wan mit wem getauscht wurden, wie große und welcher Art diese sind, darf abseits des eigentlichen Zweckes genutzt, gespeichert, verarbeitet werden, ohne dass der Datenerzeuger dies explizit erlaubt hat.
Dabei ist der „eigentliche“ Zweck sehr eng zu begrenzen. Einfach per allgemeiner Geschäftsordnung E-Mail Daten und Inhalte bei einem Freemail-Anbieter für beispielsweise Werbezwecke freizugeben, darf nicht sein, sondern jeder Nutzer muss den Wunsch erklären, dass seine Mails für Werbezwecke analysiert werden, ebenso wie die Daten eines online-Einkaufes. Ja, viele Nutzer werden derartige Datenfreigaben erteilen, auch wenn eine zwangsweise Koppelung an beispielsweise kostenfreie Dienste nicht zulässig sein darf, dennoch muss es diese grundsätzliche Änderung geben. Dieses „digitale Briefgeheimnis“ wird in den kommenden Jahrzehnten zum Fundament freiheitlicher, demokratischer Gesellschaften werden, das wir jetzt stabil ausbilden müssen.
Das digitale Briefgeheimnis muss ebenso wie das durch Artikel 10 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland garantierte Briefgeheimnis zugesichert werden und jeder Bruch muss ähnlichen Einschränkungen unterliegen, so wie einem Richtervorbehalt. Dies gilt nicht nur für private Kommunikation, sondern ebenso für alle Daten die zwischen Unternehmen und auch zwischen den Geräten und Maschinen selbst, getauscht werden. Schon heute kommuniziert das mobile Telefon, was seit dem iPhone zu einem tragbaren Hosentaschencomputer wurde, mit vielfältigen anderen technischen Geräten mehr oder weniger eigenständig, wie auch das Anmelden in den Funkzellen und damit mögliche Standortbestimmungen ohne jedes Zutun der Handy-Nutzer erfolgt.
Also, nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes müssen wir jetzt ein digitales Briefgeheimnis fordern.

Winter – mal wieder richtig

Eisblumen am Einfachfenster
Eisblumen am Einfachfenster

Der Winter 2009/2010 zeigt seit vielen Wochen ein eisiges Gesicht. Dauerfrost und grosse Schneemengen bremsen das Leben im Land aus. Sogar die Politik reagierte und Verkehrsminister Ramsauer spricht von 16 Milliarden Tonnen Schnee die das Land bedecken und begründet damit die schlechte Stimmung im Volk über die Regierungspolitik. Dabei schützt der dicke Schnee den Boden vor tiefen Bodenfrost und sichert das Überleben von vielen Tieren und Pflanzen.

Was hat das alles mit Architektur zu tun, fragen Sie sich nun vielleicht.

Winter – mal wieder richtig weiterlesen

Andere Bauformen

Treibhaus

Es muss nicht immer rechtwinklig und lotrecht sein.

Obiges Beispiel zeigt den Knotenpunkt der Seitenstreben eines privaten Permakultur- Treibhauses noch ohne Glasabdeckung.

Der Knotenpunkt zeigt sehr schön, wie handwerkliche Konstruktionskunst ästhetische Lösungen hervor bringt.
Im Gartenraum entsteht ein wertvoller Blickpunkt mit vielfältigem Nutzen.

Treibhaus im Garten

Zäune

Zaunpfosten

Zäune trennen und gliedern Lebensräume.  Sie sind ein Element, das oft vernachlässigt wird. Einfacher Maschendraht oder Gitterzäune, Jägerzäune von der Stange kommen zur Anwendung und unterdrücken individuelle Eindrücke.
Dabei sind einfache und ansehnliche Lösungen möglich und bereichern Siedlungsgebiete nachhaltig.
Natürliche Materialen zeigen Lebenszeit und  Alter und minimieren den Gesamtaufwand an Herstellungsenergie.
Lärchenholz, Douglasie oder auch Eiche, Kiefernholz  und sogar Fichte lassen sich gut und günstig verwenden. Aus Durchforstung stammendes Schwachholz ist ideal.

Etwas mehr Arbeit machen Flechtzäune aus Hasel oder Weide. Diese können aber sogar lebend ausgeführt werden, so dass sie nie einen Anstrich brauchen, dafür aber immer wieder einen Schnitt.

Kreativität und Individualismus erzeugen ein Spannungsfeld, das sehenswert ist.

Fachwerk- Gefache

Kratzputz

Ein kompletter Abbau des Fachwerkes war infolge grosser Holzschäden bei diesem ehemaligen Stall notwendig. Dabei wurden die meisten gemauerten Gefache endgültig zerstört und und sie mussten erneuert werden.
Zwischen dem Fachwerk wurden Holzfaserplatten eingearbeitet und mit Schilfrohr belegt. Mehrlagig wurde ein reiner Luftkalkputz aufgetragen und mit modernen Variationen der alten Kratzputzmotive gestaltet.

Ein Naturfarbenanstrich schützt Holz und Putz, pigmentiert hebt er die Kratzstrukturen hervor.

Der Eingang

Postkasten

Ein Hauseingang aus einfachen Materialien mit moderner Funktionalität.
Es muss nicht immer Aluminium sein;  Lärchenholz, in diesem Fall sogar Reste der Dachsanierung, gebrauchte Edelstahlrohre als Ständer und etwas Plexiglas ergeben einen aussergewöhnlichen Blickpunkt im öffentlichen Raum.

Technisch ist die Sprechanlage und die Klingel mit der Telefonanlage kombiniert, so dass von jedem Telefon reagiert werden kann. Möglich wäre natürlich auch eine Türöffner-Funktionalität.

architektur[werk]Statt

Zeitgemässe und zukunftsfähige Bauweisen werden sich nachhaltig von den Bauten der letzten Jahrzehnte unterscheiden.
Fragen nach Ressourcengerechtigkeit und dem ökologischen Fussabdruck einer Bauaufgabe sind für eine gute und gerechte Architektur entscheidend.

Ich versuche, Antworten zu geben und Lösungen zu entwickeln, die sich im Kreislauf der Natur und Zeit einordnen lassen und dabei dem Nutzer einen Mehrwert bieten.

Erleben Sie hier einen kleinen Einblick in relevante Themen meines Arbeitsfeldes und besuchen Sie auch die Links zu anderen Seiten.
Dieser Anspruch reduziert sich nicht auf eine Bauaufgabe.

Ich beziehe Stellung und versuche Lösungen darzustellen. Einen kleinen Einblick finden Sie auf den folgenden Seiten.
Kommentare zu den einzelnen Artikeln ermöglichen Ihnen eine direkte Interaktion. Möchten Sie auf dem Laufenden bleiben, abonnieren Sie meinen Feed.
Schreiben Sie mir bitte mittels des Kontaktformulars.

Bernd Schreiner
Dipl.-Ing. (FH), Architekt AKT, Baubiologe IBN

Peak phosphorus

Na, da wirds doch jetzt spannend, wenn die Medien anfangen, das wichtige Thema Phosphor aufzugreifen. Die EU hat ein Forschungsprojekt ausgeschrieben und in den Niederlanden soll ein Expertentreffen stattfinden.

Guten Morgen, Damen und Herren Entscheider!

Losgetreten hat das Phosphorproblem Dr. Arno Rosemarin (research and communications manager of the EcoSanRes programme at the Stockholm Environment Institute (SEI), Stockholm, Sweden).

Er stellt auch gleich dar, dass bei heutigem Verbrauch die Reichweite der Vorräte von rund 15 Mrd. Tonnen noch 75-100 Jahre ausreichen werden. Der Peak in der Förderung wird jedoch bereits in 20-25 Jahren auftreten und damit die Gewinnungskosten stark steigen. Auch steigt der jährliche Verbrauch bereits heute um 7%. So ist die Reichweite, aber auch die Verteilung gerade in den armen Ländern durchaus ein sehr kritischer Faktor.

Andere Länder sind da weiter, China hat bereits 4000 Anlagen, um auch Phosphor wieder zu verwenden.
Für Deutschland sagt Arno Rosemarin, dass rund 2/3- 3/4 des benötigten Phosphors aus den landwirtschaftlichen Resten von Kot bis zu Ernteresten gewonnen werden könnten und der Rest aus menschlichen Ausscheidungen.
Ja, da sind wir dann wieder bei dem teueren und unsinnigen Thema der Wassertoiletten und Zentralkläranlagen. Urin enthält über 90% des ausgeschiedenen Phosphates und wir verdünnen ihn mit Unmengen an teuerem Trinkwasser, anstatt ihn als wertvolle Ressource zu nutzen. Gerade wird hier für viele Millionen Euro wieder eine derartige Anlage und ein Kanal gebaggert. Und dabei weiß sowohl der zuständige Zweckverband um die Problematik, wie auch die Bürgermeisterin, die sogar im politischen Gremium des Zweckverbandes sitzt.
Aber auch die Leute in den Ministerien wissen Bescheid, da hatte ich bereits vor Jahren diesbezüglich Gespräche geführt.

Just the money makes it. Betonwerke und Anlagenbauer wollen ja heute verdienen.

Hier etwas mehr zur Problematik (link)

Posted in Ausbeutung, Meldung, Ver-/Entsorgung