Screenshots unter Mac OS X

Da es gerade wieder gefragt wurde, hier eine Übersicht zu der Screenshotfunktionalität im Mac OS X. Screenshots, also Abbilder des Bildschirminhalts zu erstellen ist ganz einfach und ohne weitere Software möglich:

Screenshots unter Mac OS lassensich ganz einfach mit ein paar Tastenkombinationen machen:

Ganzen Bildschirm in einer Datei speichern:

<CMD> + <Shift> + 3

Gewählten Bereich in einer Datei speichern:

<CMD> + <Shift> + 4

Aktives Fenster in einer Datei speichern:
<CMD> + <Shift> + 4
, dann
<Space>
Drückt man wahlweise CTRL in Ergänzung zu obigen 3 Kombinationen wird das Bild ebenso erstellt – aber nur in der Zwischenablage abgelegt, also so:

Ganzen Bildschirm in der Zwischenablage speichern:
<CMD> + <Ctrl> + <Shift> + 3

Gewählten Bereich in der Zwischenablage speichern:
<CMD> + <Ctrl> + <Shift> + 4

Aktives Fenster in der Zwischenablage speichern:
<CMD> + <Ctrl> + <Shift> + 4
, dann
<Space>

Aktives Fenster in der Zwischenablage speichern:
<CMD> + <Ctrl> + <Shift> + 4
, dann
<Space>

<CMD> meint dabei die Command-Taste (früher „Befehls- / oder auch Apfel-Taste“), ist die Umschalt-/Großschreibtaste und ist die Control-Taste (je nach Tastatur mit Ctrl oder Strg beschriftet). <Space> ist die Leertaste.

Dachgeschoss- Ausbau

Die Planung zum Ausbau eines Dachgeschosses in Berlin nimmt nun konkrete Züge an. Es sollen 3-4 grosse Wohnungen für gehobene Ansprüche entstehen. Neben den vorhandenen drei Treppenhäuser sollen noch zwei Aussenaufzüge die Erschließung sicherstellen.
Großzügige Dachterrassen werden die Wohnungen in den Aussenraum erweitern.

Tag der Erde

Der Tag der Erde oder Earth Day wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Grünes Geld Fairhandeln
Verantwortung leben“. Dies soll darauf hinweisen, dass man mit seinem Anageverhalten auch die Umwelt positiv verändern kann. Grüne Investments achten darauf, dass die Renditen nicht auf Kosten der Umwelt und Natur erfolgen. Sie achten auf die natürlichen Lebensgrundlagen. Soweit die Theorie, in der Praxis ist dies natürlich auch ein Geschäft und ein Geschäftsmodell. Gerade bei diesen auch oft als „nachhaltige Investitionen“ bezeichneten Finanzprodukten sollten weitere Anspräche gestellt werden. Es geht ebenso um die soziale Gerechtigkeit wie auch um die Transparenz der Investments.
Jedem verantwortungsbewussten Anleger muss es möglich sein, nachzuvollziehen was mit dem Geld geschieht. Doch selbst vordergründig „grüne“ Projekte sind manchmal gar nicht wirklich gut. So manche Teakholz-Plantage steht auf ehemaligen Urwaldflächen, oder Abwasseranlagen mit Biogasnutzung reinigen die Abwässer von Palmölfabriken, die letztendlich der weiteren Urwaldvernichtung Vorschub leisten.

Die global vernetzte Welt und auch die Marketinginteressen von Unternehmen machen es notwendig, immer selbst zu hinterfragen. Leider können das viele Konsumenten und insbesondere die heute angesprochenen Anleger selbst nicht tun. So ist die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung umfassend darzulegen und Schnittstellen für Nachfragen anzubieten.

Der ökonomische Faktor im Bereich des Umweltschutzes, insbesondere der Generationengerechtigkeit um die es letztendlich auch immer geht beginnt jedoch nicht erst bei Investments. Schon bei jedem Konsum entscheidet man letztendlich was mit dem Geld geschieht und welche Unternehmen und Wirtschaftsweisen gefördert werden.

Gerade die Wirtschaftskreisläufe im lokalen Umfeld kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Im eigenen Umfeld ist es oft noch am Einfachsten selbst zu überblicken welche Folgen mit die Wirtschaftsweise von Unternehmen haben. So ist lokaler Konsum sicherlich eine Antwort die auch weitere Vorteile bietet.
Unternehmen und Dienstleister können dabei direkt befragt werden und durch Gespräche ist es auch möglich, selbst Veränderungen in Unternehmen herbei zu führen. Fordern wir Konsumenten eine Veränderung und machen davon unsere Einkäufe abhängig, wird der Handel darauf reagieren müssen. Einfach machen, einfach mitmachen ist oft eine sehr wirkungsvolle Antwort.
So kann jeder am heutigen Tag der Erde“ bei den Ausgaben darauf achten, ob es dabei die Möglichkeit gibt, nachzufragen oder auch schon bei der Produktauswahl eine andere Entscheidung zu treffen und diese zu kommunizieren.

Lasst es uns einfach machen.

1 Jahr neue Bundeswebsite Piratenpartei.de

Seit einem Jahr hat die Piratenpartei Deutschland nun eine neue Website. An der Umstellung der alten Website von Drupal auf das neue Design und WordPress als Unterbau war ich massgeblich beteiligt. Seit 1 Jahr betreue ich nun die Website als Beauftragter des Bundesvorstandes. Viele Beiträge, noch mehr Kommentare und auch viel Spam fing sich die Website seit dem ein. Dank der BundesIT gab es nie Sicherheitsprobleme und die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit ist sehr hoch, trotz immenser Zugriffszahlen. 1 Jahr neue Bundeswebsite Piratenpartei.de weiterlesen

Website für Kunst & Design

In den vergangenen Monaten habe ich kleiner Projekte bearbeitet, auch nicht kommerzielle. Darunter eine Website für Maschue Kunst & Design, Rieth.
Die Website basiert auf WordPress und an dem ausgewählte Template wurden nur minimale Änderungen vorgenommen. Die weitere Gestaltung, auch die Inhalte des Slidermenüs können durch die Kundin selbstständig bearbeitet werden. Dazu sind keine Programmierkenntnisse notwendig.
Website für Kunst & Design weiterlesen

Die AfD, die Piraten und ich

In den letzten Tagen werde ich viel auf die neugegründete Alternative für Deutschland (AfD), angesprochen. Mir wird in diesem Zusammenhang häufig gesagt: „Die machen das richtig“, und „fordern das Richtige“.

Ich bin nicht verwundert, dies zu hören.

Vorweg, ich bin für Europa, die Europäische Union als Staatenbund. Ich erachte es als überragende Errungenschaft auf die ich nicht verzichten will, dass wir mit in unseren 27 Staaten friedlich zusammen leben und dies über viele Jahrzehnte inzwischen. Dies steht über allem.

27 Staaten leben seit Jahrzehnten friedlich zusammen. Für mich ist das eine überragen Errungenschaft. Und sie ist – wie die von Kriegen gezeichnete Geschichte zeigt – keine Selbstverständlichkeit.

Ich bin aber ebenso ein EU-Kritiker, denn bei diesem Staatenverbund läuft vieles verkehrt. Wir haben als Staaten auf Gestaltungsfreiheiten verzichtet und diese an die EU-Ebene abgetreten. Es wurde jedoch versäumt, den Verlust an nationaler demokratischer Mitbestimmung auf europäischer Ebene einen Ausgleich zu verschaffen.

Der europäische Rat, als Vertretung der Regierungen, hat kein Gegengewicht in der Europäische Kommission gefunden. Die Kommission selbst ist eine Vertretung für Handlanger der Regierungen und Lobbyisten, denen eine demokratische Legitimierung fehlt. Das demokratisch gewählte europäische Parlament ist gegenüber beiden zu machtlos. Angefüllt sind die Organe der EU mit einem „überbezahlten“ Mitarbeiterstab der hörig und zu oft von Lobbyisten beeinflusst die eigentliche Arbeit leistet.

Eines der größten Probleme stellen teilweise die Nationalen Regierungen. Sie versuchen auf Kosten der Gemeinschaft sich Vorteile zu verschaffen, ohne Rücksicht auf das Gesamtgebilde Europäische Union. Diese Politik haben uns an eine Grenze des Ertragbaren gebracht und den Nährboden für anti-europäiche Tendenzen in der Bevölkerung geschaffen.

Es ein Leichtes für eine anti-europische Partei Fuss zu fassen und die Unzufriedenheit auf einen einfachen Nenner zu reduzieren, wie die AfD in ihrem Programm schreibt:

Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.

Richtig ist: Wir haben eine sehr schwierige Zeit vor uns und Deutschland wird darin eine zentrale Rolle zuteil. Dabei geht es uns in Deutschland relativ gut.

Schauen wir kurz auf die Forderungen der AfD. Was passiert wenn Deutschland sich vom Euro abwendet?

Führen wir wieder eine nationale Währung ein, wird dies eine starke Währung sein. Das erwarten auch die Kritiker. Die Mähr vom schwachen Euro ist frei erfunden. Der Euro ist insgesamt gesehen eine harte Währung, vergleicht man ihn mit den anderen Währungen. alternativ: Vergleicht man den Euro mit anderen Währungen, stellt man schnell fest: Der Euro ist eine harte Währung.

Eine starke Deutsche Währung wird uns wirtschaftlichhart treffen. Deutschland ist schließlich eine Exportnation. 57% der deutschen Exporte gehen in die EU-Mitgliedstaaten, Frankreich steht dabei an vorderster Stelle. Unser Aussenhandelsüberschuss ist weiterhin hoch, womöglich zu hoch für eine harmonische Gemeinschaft.

Lohnstückkosten

Bild-Quelle: Wikimedia.org; http://www.boeckler.de/

Diese Exportleistung hält uns wirtschaftlich in Deutschland noch auf den Beinen. Die Binnenkonjunktur hingegen lahmt seit Jahren. Eröglicht wird dies durch die geringen Lohnstückkosten unserer Wirtschaft. Dies geht größtenteils auf Kosten der Arbeiter, denn das Lohnniveau ist seit Jahren nicht gestiegen. Hartz4, Lohndumping und Leiharbeit verschärfen die Situation zunehmend. Eine Stärkung der Binnenwirtschaft ist dringend notwendig.

Dies fordern Experten wie Gert Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seit langem. Lohnsteigerungen, um den Inlandskonsum anzukurbeln und unsere Wirtschaft exportunabhängiger zu machen, sind unumgänglich.

Damit lässt sich leicht erahnen, wie einfach gestrickt die Antworten der AfD sind. Ohne Rücksicht auf die Folgen werden Forderungen aufgestellt, die sich einfach auf den Stammtischen im Land verbreiten lassen. Das Ergebnis ist ein rücksichtsloser Wahlkampf um Wähler zu gewinnen – die poltischen Folgen für Europa werden geflissentlich ignoriert.

Doch es geht weiter und wird kaum besser:

Wir fordern, dass die Kosten der so genannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik

Diese Forderung ist kaum besser. Richtig ist: Die berühmte Schere zwischen Arm und Reich ist in Deutschland weit aufgegangen. Die Folgen der rot-grünen Regierung unter Schröder wirken bis heute nach. Der Spitzensteuersatz wurde abgesenkt, und so die Leitungsfähigen in der Gesellschaft auf Kosten der geringen Einkommen hofiert. Wo einst der Spitzensteuersatz bei Spitzenverdienern zum Tragen kommt, betrifft er heute schon mittlere Einkommen. Dies ist eine faktische Entlastung der wirklich hohen Einkommen. Eine Steuerreform ist deswegen dringend angebracht. Arbeitseinkommen muss den Kapitaleinkünften gleich gestellt sein. Starke Schultern müssen mehr tragen als Schwache.

Doch zurück zu den Forderungen des AfD und der Rettungspolitik im Bereich der“ Finanzmarktprodukte“.

Leider sind die privaten Krankenversicherungen, die Rentenversicherung und natürlich die vielen anderen anderen „Geldprodukte“ von uns in diesen System der Finanzmarktprodukte zu finden. Deswegen würden bei einer Umsetzung der Forderung der AfD sehr schnell massive Probleme bereiten. Was passiert, wenn die Rentner monatelang drastische Rentenkürzungen hin nehmen müssen, beispielsweise bis zu 60% wie jetzt die Sparer in Zypern?

Ja, es sind die wenigen Familien die Milliarden in Deutschland an Privatvermögen besitzen und damit auch Macht ausüben, doch noch viel mehr Milliarden haben wir alle zusammen in unserer Rentenversicherung, etc. angelegt. So werden die „normalen Menschen“ in Deutschland die Folgen der vom AfD geforderten Maßnahmen zu spüren bekommen und letztendlich sind wir alle die Leidtragenden.

Diese undurchdachten Konsequenzen ziehen sich wie ein Roter Faden durch die programmatischen Forderungen. Vordergründig einfache und populistische Forderungen die aktuell gut ankommen, jedoch keine echten Lösungen darstellen.

Die eigentlichen Probleme müssen endlich angegangen werden

Das Demokratiedefizit in Europa muss beseitigt werden. Es muss ein Europa für die Bürger entstehen. Wir Bürger müssen Zugang zu allen Informationen staatlicher Entscheidungen bekommen, die berühmte Transparenz, die Grundvoraussetzung für eine Teilhabe am politischen Prozess ist.

Wir müssen dem europäischen Parlament mehr Rechte einräumen und nationalstaatliche Interessen zurück drängen.
Und wir müssen klar regeln, was die Europäischen Gemeinschaft zu regeln hat, und was nicht. Heute sind viel zu viele Entscheidung bürgerfern. Vieles könnte vor Ort, in unseren Gemeinden, im Kreis oder im Land entschieden werden. Wir wissen doch am besten, wie wir vor Ort unsere Probleme lösen. Ein EU-Beamter weiß das nicht.

Wir müssen endlich unsere Wirtschaftspolitik, ebenso wie die Sozial- und Finanzpolitik aufeinander abstimmen. Wir müssen uns im globalen Zusammenhang sehen und erkennen, dass aufstrebende Volkswirtschaften insbesondere in Asien in wenigen Jahren unseren in Deutschland noch vorhandenen Vorsprung aufgeholt haben und mit ihrer unglaublichen Potential die Märkte verändern werden in denen wir heute noch stark sind.

Ich will, dass wir in Europa ein Vorreiter für unsere Zukunft bleiben. Ich will dass auch meine Kinder eine hohen Lebensstandard geniesen können, ohne dies auf Kosten von anderen Menschen, Ländern und der Umwelt zu tun. Wir müssen technologische Innovationen voran bringen, um die Energiewende weg von den verbrauchenden Energieressourcen weltweit zu etablieren. Wir müssen einen anderen Umgang mit ausgedienten Produkten und eine Kreislaufwirtschaft schaffen und wir brauchen dazu starke Partner. Diese finden wir in der EU. Wir sind in der EU über 500 Millionen Menschen die friedlich vereint leben.

Ich bin Pirat weil ich Lösungen anstrebe, die echte Lösungen für unsere Zukunft sind. Auf die komplexen Probleme sind dies leider oft nicht die einfachen Antworten, die man in zwei Sätzen formulieren kann und sie die AfD vorgibt zu liefern.

Quelle Wahlprogramm AfD: https://www.alternativefuer.de/pdf/Wahlprogramm_der_Alternative_fuer_Deutschland.pdf

Bürgerbegehren zum Erhalt der Regelschule Veilsdorf startet!

Nun ist es soweit, am 15. April beginnt die Unterschriftensammlung gegen die Schließung der Regelschule Veilsdorf. Alle Bürger im Landkreis Hildburghausen können mit einer Unterschrift sich für den Erhalt der Regelschule aussprechen.

Schulen vor Ort sind für unsere Kinder wichtig, macht alle mit und unterschreibt das Bürgerbegehren!

»Atomares Endlager« ist ein Irrweg

Die Piratenpartei Deutschland lehnt die Suche nach einem »Endlager« für Atommüll kategorisch ab. Stattdessen treten die PIRATEN für die Einrichtung von »dauerhaften Lagerstätten mit Zugangsmöglichkeit« ein. Nachfolgenden Generationen wird somit die Möglichkeit gegeben, das Problem des Atommülls technologisch zu lösen.

Dazu erklärt Marc Salgert, der Themenbeauftragte des AK Umwelt & Energie NRW:

»Seit Jahrzehnten wird der Öffentlichkeit durch den Begriff ›Endlager‹ eingeredet, es gäbe eine endgültige Lösung für das Atommüllproblem. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es derzeit jedoch unmöglich, Müll, der über Zeiträume von vielen Generationen hinweg gefährlich ist, sicher und endgültig einzulagern. Die Politik muss der Öffentlichkeit fairerweise eingestehen, dass das bisherige Konzept gescheitert ist – wie auch das Beispiel Asse verdeutlicht.«

Bernd Schreiner, Themenbeauftragter für Umweltpolitik der Piratenpartei fügt hinzu:

»Ein Endlager nach dem Motto ›Aus den Augen, aus dem Sinn‹ ist keine Option, sondern eine weitere Verschiebung zu Lasten zukünftiger Generationen.
Durch die neu vereinbarte Suche nach einem geeigneten Endlager entstehen zusätzliche Kosten. Damit wird deutlich: Die Mär vom billigen Atomstrom hat sich überholt. Billig ist der Atomstrom nur für die Konzerne, die damit jahrelang hohe Gewinne machten und nach dem gestrigen Kompromiss sofort eine weitere Kostenbeteiligung ausgeschlossen haben. Sie streben die billigste Lösung an und versuchen wieder, die aus dem Betrieb der Atomkraftwerke entstehenden Belastungen zu sozialisieren. Wir PIRATEN lehnen dies ab und beharren auf dem Verursacherprinzip. Wer radioaktive Produkte herstellt oder in Verkehr bringt, muss einen Entsorgungsnachweis vorlegen und die Kosten dafür übernehmen.
«

Quellen:

[1] Endlager Kosten: http://www.dradio.de/nachrichten/201304101100/2

[2] Wahlprogramm 2013 Piraten: http://www.piratenpartei.de/politik/wahl-und-grundsatzprogramme/wahlprogramm-btw13/umwelt-und-verbraucherschutz/#wahlprogramm-umwelt-energieversorgung-atommuell

Piratenpartei ruft zur Teilnahme am bundesweiten Protest gegen die Bestandsdatenauskunft auf

Die Piratenpartei Deutschland ruft zur Teilnahme an Protestaktionen gegen die Neuregelung des Telekommunikationsgesetzes bei der Bestandsdatenauskunft am 13./14. April auf, die von vielen gesellschaftlichen Gruppen in mehr als 25 Städten geplant sind. Der Bundesrat könnte schon Anfang Mai über den umstrittenen Gesetzentwurf abstimmen. In dem Gesetz werden die Zugriffsbefugnisse von Polizei, Zoll, BKA und Geheimdiensten auf die Kundenbestandsdaten der Telekommunikationsanbieter geregelt, welche die Piratenpartei als zu weitgehend kritisiert.

»Dieses Gesetz gefährdet unsere Grundrechte«, so Katharina Nocun, Themenbeauftragte für Datenschutz der PIRATEN. »Eine Identifizierung von Internetnutzern bereits bei einfachen Ordnungswidrigkeiten ohne Kontrolle der Abfrage durch einen Richter ist absolut inakzeptabel. Die Einführung neuer elektronischer Schnittstellen zur Abfrage von Zugangsdaten wie z. B. Passwörtern und zur Identifizierung von Internetnutzern senkt die Zugriffshürden für Behörden und lässt eine Ausweitung staatlicher Schnüffelei befürchten. Das Gesetz ist in mehreren Punkten verfassungswidrig und gefährdet nachhaltig unsere informationelle Selbstbestimmung. Wir werden gegen diese Grundrechtseinschränkung auf die Straße gehen und ein Zeichen gegen ausartende Datensammelwut von Behörden und Geheimdiensten setzen. Grundrechte sind keine Verhandlungsmasse, sondern Voraussetzung für eine Demokratie, in der die Bürger nicht unter Generalverdacht gestellt werden.«

In mehr als 25 Städten wurden Demonstrationen und Versammlungen angemeldet, einige Gruppen wollen auch kreative, bildstarke Aktionen durchführen.

Quellen:
[1] http://bda.protestwiki.de/wiki/Orte
[2] https://www.piratenpartei.de/2013/03/22/was-machen-eigentlich-die-piraten-gegen-die-bestandsdatenauskunft/
[3] https://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/03/22/warum-das-gesetz-zur-bestandsdatenauskunft-verfassungswidrig-ist/

300 Jahre Nachhaltigkeit

Im Jahr 1730 wurde der Begriff der Nachhaltigkeit durch einen sächsischer Förster erstmalig geprägt. Seit dem sind viele Jahre vergangen und inzwischen der Begriff für vieles andere fast inflationär genutzt, um eine positive Fassade aufzubauen. Gerade im Bereich der Wirtschaft und der Politik lenkt dies leider all zu oft von den wirklichen Problemen ab und verschleiert, dass es oft um etwas geht, was grundsätzlich betrachtet nicht mit dem Begriff Nachhaltigkeit vereinbar ist.
So wäre eine echte Nachhaltigkeit schwer mit unserer immer noch üblichen Wirtschaftsweise die endliche Ressourcen verbraucht zu vereinbaren. Viele Prozesse wurden verbessert, doch leider sind wir von einer echten Nachhaltigkeit weit entfernt. Trotz Recycling sind unsere Stoff“kreisläufe“ regelmässig Einbahnstraßen und sorgen so für ein schrumpfendes Angebot. Die Folgen sind regelmässig Raubbau, Umweltzerstörung und letztendlich wachsende Müllberge.

Heute müssen wir daher in vielen Bereichen umdenken und den Sinn des Begriffes neu definieren. Wir müssen über Generationengerechtigkeit sprechen und unsere Wirtschafts- und Lebensweise daran messen, in wie weit wir in die Chancen und Rechte zukünftiger Generationen eingreifen.
Aufgabe ist es, bei all unseren Entscheidungen unseren Nachfolgern heute bereits ein Stimmrecht einzuräumen. Es ist also erforderlich, die langfristigen Wirkungen einzubeziehen und zu bewerten.

Unter diesen Gesichtspunkt lösen sich heutige Fragestellungen gerade im Bereich der Energiewirtschaft sehr einfach auf, auch wenn es sicher nicht leicht ist, die notwendigen Details hinreichend sicher zu erfassen. Jedoch stellt das Bewusstsein der Generationengerechtigkeit eindeutige und grundsätzliche Weichen. So kann dies im Energiesektor nur eine konsequente Hinwendung zu den generativen Energien bedeuten.

Unsere Aufgabe wird es sein, dafür Rahmenbedingungen zu schaffen, die uns heute nur derart belasten, dass es zum einen wirtschaftlich abbildbar ist und zum anderen die Belastbarkeit der Gesellschaft und jedes Einzelnen nicht überfordert.

Gerade die Diskussion rund um das Erneuerbaren Energiegesetz zeigt, dass wir dort weder konsequent an die langfristigen Folgen denken, noch an die Belastungen. So werden die Beteiligten gegenseitig ausgespielt, die Industrie wird auf Kosten der Privathaushalte entlastet und der konsequente Weg hin zu echter Nachhaltigkeit wird durch den weiteren Ausbau der fossilen Kraftwerke ausgebremst.

Bernd Schreiner
Erstveröffentlichung: http://umwelt.piratenpartei.de/index.php/2013/100302/300-jahre-nachhaltigkeit/