30 Jahre V&BeM & 20 Jahre Architektur[werk]statt

Seit 30 Jahren beschäftig ich mich im Rahmen meines Gewerbebetrieb „Vertrieb & Betreuung elektronischer Medien“ mit elektronischen Medien. Was Einst rund um Grafikcomputer, Audio- und Videotechnik begann, entwickelte sich früh in Richtung IT. Grundlage waren meine Erfahrungen, die ich bereits Ende der 1970iger Jahre an Apple und Commodore Rechner machte.

Heute steht neben der Betreuung langjähriger Kunden die gesellschaftspolitische Relevanz der IT im Vordergrund. Dabei seht der Schutz der Menschen und ihrer Daten im Vordergrund, was jedoch keine Datennutzung ausschließen muss. Neben diese digitale Privatsphäre sind es auch soziale und ökonomische Folgen die immer stärker durch Informationstechnische Systeme bedingt werden. Seit 2009/10 vertrete ich ein Modell 30 Jahre V&BeM & 20 Jahre Architektur[werk]statt weiterlesen

AfD und die Veganer

Nach Jahrzehnten der Entwicklung zu einer immer egalitäreren Gesellschaft erscheint nun die Zeit der sozialer Distinktion angebrochen zu sein. Allerorts erlebe ich, wie man mit arroganter überheblicher Ignoranz übermäßig ausgestattet sich über vieles was als sicher und gesichert galt hinweg setzt. Jahrhunderte der humanistischen Aufklärung gehen in den wenigen Jahren des zweiten Jahrzehntes des neuen Jahrtausends den Bach runter. Gut gebildete und fähige Menschen evolutionieren zu zusammenhangignorierenden Faktenverdrehern, Lautsprechern und Besserwissern. Ein frostiger Hauch neuronaler Armseligkeit umweht die Gehirne und vereisen die synapischen Spalte.

Das Zeitalter der Vereinfachung, -der Simplifizierung- ist endgültig angebrochen. Was in den 1990igern mit der MP3 Komprimierung in der audiophilien Technik einzog, ist nun im Kopf angekommen. Wo einst Musikliebhaber auf präzise Wiedergabe setzen sind schrill scheppernde und klirrende Supersurround- Reduktionen Stand der Dinge. Wo man hinsieht kehrt diese Vereinfachung wieder. AfD und die Veganer weiterlesen

Aquaponic – einfach gemacht

Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit geschlossenen Kreisläufen, ausgelöst durch das Buch „Ökologisches Bauen“ herausgegeben im Jahr 1982 vom Bundesumweltamt und im Bauverlag erschienen. Mir kam das Buch 1984 in die Hände.
Nach viel probieren, testen und verwerfen, dem Studium der Architektur und dem Abschluss mit einer Diplomarbeit „Autarke Wiederbesiedlung Billmuthausen“ habe ich ab 1996 hier an meinem Dreiseithof unterschiedliche Anlagen probiert, im Kleinen in Glasbecken, im Großen mit dem häuslichen Abwasser.

Mein letztes, sehr einfaches Projekt will ich kurz skizzieren. Es lässt sich skalieren, ist kostengünstig und leicht zum nachmachen.

Die ehemalige Mistgrube wurde vor Jahren zu einem kleinen Wasserbecken mit rund 10m3 Inhalt, auch um den Regenwasserspeicher darunter zu verbergen, der Urinal und Waschmaschine trinkwasserunabhängig speist.
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Bundestagswahlen 2017

Am 24.9.2017 sind wieder Bundestagswahlen und es wird die dritte Wahl sein, bei der ich als Kandidat für den Bundestag bereitstehe.

Im Februar wählte mich die Aufstellungsversammlung der Piraten Thüringen zu ihrem Spitzenkandidaten. Ja, der Piraten. Wir treten wieder zur Wahl an, genauer wir wollen- denn wie 2009 werden wir Unterstützungsunterschriften brauchen, damit wir auf die Wahlzettel dürfen. Glücklicherweise dürfen diese Unterschriften per Strassensammlung gesammelt werden, und nicht als „Amtsstubensammlung“ wie bei den Kommunalwahlen. Auch darüber muss ich noch schreiben, denn Bodo Ramelows Gebietsreform greift darüber die Grundlage der Demokratie an, indem sie für neue politische Kräfte es fast unmöglich macht, noch die notwendigen Unterschriften zu bekommen. Wer fährt schon dutzende Kilometer und nimmt einen Tag Urlaub um einen Unterschrift für einen Partei zu leisten? Der normale Bürger wohl kaum.

Doch zurück zur Bundestagswahl und uns Piraten. JA, wir hatten Erfolge, ja wir hatten Kämpfe und wir sind weiterhin da. Wir zogen in 4 Landtage ein, wir stecken unsere Finge in die WUnden der etablierten Parteien und wir sind keine Berufspolitiker sondern weiterhin ganz normale Menschen, mit Beruf und Familie und einem Privatleben!
Auch wenn uns heute schon ein Misserfolg prophezeit wird, sehe ich durchaus einen realistische Chance im Herbst einen Erfolg zu landen:

Unsere Themen die 2009 noch kaum wer verstand, sind heute längst in der breiten Masse relevant!
Unsere Antworten dazu sind gut, sie sind für den Menschen gemacht und nicht für Konzerne, Superreiche oder Hetzern!

Und dabei sind wir die einzige liberale Kraft die auch für soziale Gerechtigkeit steht. Wir wollen weder Reichtum verbieten, noch verhindern, sondern Armut!
Wir springen nicht auf den populistischen Zug der Altparteien auf, die meinen dieser jungen „Nicht“-Alternative deren Namen ich bisher nie schrieb, hinterher laufen zu müssen.

So bieten wir ein durchaus attraktives Angebot das bei meinen Gesprächen mit den ganz normalen Menschen überwiegend sehr positiv aufgenommen wird. Wir informieren uns, wir denken vernetzt, wir denken quer, und versuchen eine Lösung für uns Menschen und unsere Nachfolger zu finden, die auch ihre Rechte wahrt.

Leider sind Erfolge nicht von derartiger Sachlichkeit abhängig, sondern auch wesentlich von den Multiplikatoren, die unsere Antworten nach aussen tragen. Primär sind es die Medien, die uns allerdings lange Zeit mieden.

Ich bin bereit, Ihnen Antworten zu geben! Fragen Sie, schreiben Sie mir!

Landkreis Hildburghausen – Eisfeld

Ich bin gerade täglich im Landkreis Hildburghausen unterwegs. So war ich am Dienstag im östlichen Teil des Landkreises in Eisfeld, einer Stadt am Fusse des Thüringer Waldes, manchen noch bekannt von dem ehemaligen Grenzübergang der DDR nach Bayern. Auch gibt es dort direkten Autobahnanschluss mit sogar zwei Ausfahrten und den Bahnhof. Sogar grössere Unternehmen gibt es, wie beispielsweise einen Hersteller von Rasierklingen der vor kurzen sogar große Medienaufmerksamkeit bekam. Ein Städtchen wie es viele andere gibt, denkt man, ein Städtchen dem es geht wie andren beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg.

5421 Einwohner leben 2012 in Eisfeld und durch das Schloss, das gerade saniert wird, oder Feste wie dem Kuhschwanzfest ist es weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

So stand ich gestern dort vor dem Rathaus um Unterstützungsunterschriften für die Kreistagsliste zu sammeln. Von der Hauptstrasse zweigt die Marktstrasse zum Marktplatz ab.

Diese Straße war früher sicher die belebteste Straße, Geschäft reiht sch an Geschäft und kurze Seitenstrassen beherbergten Gasthäuser und sicher einiges mehr für das tägliche Leben der Menschen und die Besucher von nah und fern.

Um Flyer zu verteilen lief ich die Marktstrasse entlang. Auffällig ist dabei die große Anzahl von Gebäuden deren Geschäftsinhaber aufgegeben haben. Leerstand wie man sagt.

Der demographische Wandel, die Strukturschwäche und die Abwanderung zeigt ihr Gesicht deutlich. Dabei sind die Vorraussetzungen in Eisfeld gut. In nicht mal einer halben Stunde ist man in Coburg über die Autobahn, Suhl ist ebenso nah. Tourismus kann von dem Thüringer Wald leben, doch es stockt. 1,5 Generationen an Nachwuchs fehlen pauschal betrachtet. Die Nach-der-Wende- Generationen sind weg gegangen, insbesondere die jungen Frauen. Sie sind gegangen und die wenigsten kommen wieder um eine Familie zu gründen. Sie leben in Hessen, in Bayern, in Baden-Württemberg und verdienen gut, bauen dort Häuschen, kaufen Eigentumswohnungen in den Städten, die Gentrifizierung greift dort um sich, die Metropolisierung läuft im vollen Gang. Doch was ist mit all den Dörfern, die weder tausende von Einwohnern hatten, noch einen Autobahnanschluss?
Orte die weder eine Seniorenwohnanlage haben, Orte die keinen Dorfladen mehr haben und wo es keinen öffentlichen Nahverkehr gibt ausser den Schulbusslinien?

Abgehängt und alles was man von den politischen Entscheidungsträgern vernimmt heisst: Sparen, Kürzen, reduzieren. Das beschleunigt die Entwicklung, verstärkt das Problem und die Bevölkerungskatastrophe rollt auf uns alle zu.

Wir müssen jetzt dieser Entwicklung neue Ideen entgegensetzen, wir müssen unnötige und teuere Infrastrukuraufgaben die keinen echten Mehrwert bringen aufgeben, wir müssen gezielt in Dinge investieren das die Orte stärkt, das die Bürger vor Ort einbezieht und ihnen Verantwortung zurück gibt. Damit gehen neue Freiheiten einher und dazu braucht es Gestaltungsvorschläge, Unterstützung und Hilfestellungen. Dazu gehört beispielsweise endlich der längst überfällig Verzicht auf überteuerte Technische und zentrale Klärwerke aber dazu zählen auch öffentliche Verkehrsmittel die individuell genutzt werden können. Asphaltierte Feldwege wo der Kilometer 100.000€ kostet brauchen wir nicht, aber dafür 4 öffentliche Fahrzeuge die ein kleiner Ort seinen Bewohnern fahrscheinfrei zur Verfügung stellt um auf Privatfahrzeuge zu verzichten. Dazu gehört es, dass wir neue Betreibermodelle für Dorfläden erproben, Läden die mit den Bürgern zusammen geführt werden, die nicht nur Lebensmittel anbieten, sondern auch die lokale Postdienste mit ausführen, den lokal erzeugten Ökostrom verkaufen ebenso wie den Internetzugang für das Dorf mit beispielsweise einem öffentlichen WLAN.

So sind viele Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen und neue Ansätze zu wagen, und davon gibt es viele. Lasst uns mutig sein und mal etwas weniger Asphalt verlegen und dafür mal etwas mehr in die Zukunft denken!

Hier Bilder vom Leerstand in der Marktstraße hoch zum Marktplatz:


Die Zukunft beginnt. Jetzt.

Am ersten Tag der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat Google die Gründung der Open Auto Alliance (OAA) bekannt gegeben und damit die Zukunft der mobilen Gesellschaft eingeleitet. Während deutsche Politiker sich auf die Bewahrung überkommener Technologien wie dem ressourcenverschwendenden Verbrennungsmotor konzentrieren und Kanzlerin Merkel dabei zum Cheflobbyisten in Brüssel wird, zeigen Audi, General Motors, Honda und Hyundai, der Chipentwickler Nvidia und der Suchmaschinenriese Google, wohin die Zukunft der Automobile geht.

Google, der Entwickler des als Handy-Betriebssystem weit verbreiteten »Android«, will sein Betriebssysten auf Autos portieren. Android hat somit die besten Chancen, das Nervensystem von intelligenten Fahrzeugen zu werden – von Fahrzeugen, die weit mehr können als uns von A nach B zu transportieren. Sie werden damit eine ähnlich zentrale Rolle einnehmen wie die Smartphones, die zur Kommunikationsdrehscheibe der Generation »always online« wurden. Die Zukunft beginnt. Jetzt. weiterlesen

Mehrgenerationenhaus Heldburg – Dr. Bernhard Vogel

Am heutigen Nachmittag fand im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Heldburg eine Veranstaltung über die Zukunft der Einrichtung statt. Geladen waren der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Dr. Berndhard Vogel, Frau Anita Schwarz, Bürgermeisterin von Heldburg, sowie weitere Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft und auch der Direktkandidat der CDU Marc Hauptmann. Bereits nach kurzer Zeit wurde klar, dass es eine reine Wahlkampfveranstaltung ist und es um den Wahlkampf des CDU-Kandidaten ging.
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Dr. Vogel hob bei seiner Ansprache hervor, dass wir heute in einem Land leben, das sehr gut aufgestellt ist und jeder Mensch auf dieser Erde gerne mit uns tauschen würde, um auch hier zu leben. Er betonte, dass es in seiner Genaration normal war, dass ein Drittel oder mehr der Mitschüler bereits im jugendlichen Alter an der Front starben.

Nach diesen grundsätzlichen Worten griff er politische Themen wie den Mindestlohn auf, welcher in den Wahlversprechen anderer oft geäußert wurde. Ebenso erklärte er, weshalb es eine Rente erst mit 67 geben kann, denn als das System eingeführt wurde, starben die Menschen ja bereits 2,5 Jahre nach Eintritt ins Rentenalter, – nicht so wie heute, wo er mit seinen 82 Jahren längst nicht mehr leben würde. Da heute alle älter werden, muss es auch diese Verschiebung des Eintrittsalters geben und Frankreich sei ein schlechtes Beispiel, mit seinem Beharren auf das frühe Renteneintrittsalter. Ebenso verteidigte er die höheren Renten der Beamten. Natürlich darf man auch die Steuersätze für Gutverdiener nicht anheben, denn sonst können sie ja nichts mehr „unternehmen“. Sogar zur Energiewende äußerte er sich und führte in das Thema mit dem Atomunfall in Fukushima ein. Wir Thüringer müssen dann halt die Belastungen mit der 380kV Stromtrasse hinnehmen, sagte er.

Diese recht plumpen Inhalte trug er wirklich beeindruckend vor. Man merkte die Jahrzehnte lange Erfahrung sehr deutlich und es machte Spaß zuzuhören. So war es nicht immer einfach, die Inhalte so wie es dringend erforderlich wäre, kritisch zu hinterfragen.
Mit diesen Stil der perfekten Verführung stellte er dann auch den CDU Kandidaten vor, der erst 29 Jahre alt ist, in Japan und den USA studiert hat, und viele weitere Vorzüge aufweist.

Leider sagte er während der gesamten Veranstaltung kein Wort zu den Problemen der Region oder über die unsichere Zukunft des Mehrgenerationenhauses. Natürlich wurde die Einrichtung gelobt, auch die Kitas, welche so günstig sind in Thüringen – im Gegensatz zu München, wie Herr Hauptmann berichtete und erzählte dass junge Familien dadurch zurück nach Thüringen kommen.Dr.V-BS-DSC_3900

Dass jedoch spätestens nach der Kita Zeit, die wirklichen Probleme beginnen , wird verschwiegen. So fahren die Schulbusse oft grosse Runden, und bereits die Kleinsten sind schon mal 1,5 Stunden mit dem Bus unterwegs. Auch nach dem Schulabschluss, beispielsweise bei der Suche nach einer Lehrstelle ist die Auswahl alleine aufgrund des mangelhaften öffentlichen Nachverkehrs auf die direkte Umgebung begrenzt. Natürlich ist auch die ärtzliche Versorgung problematisch, immer mehr Praxen schliesen, Kinderärzte gibt es am Land gar nicht.
Nachdem ich Herrn Dr. Vogel auf diese Probleme konkret angesprochen habe, erwiederte er lapidar, dass man dies lösen kann.
Ja, man könnte kann dies lösen, sofern das nötige wenn Geld da wäre, wenn der Landkreis und die Gemeinden ausreichend Mittel hätten, um Buslienen zu finanzieren. Doch die Umlagen steigen, die Hebesätze werden „virtuell“ angehoben und die Finanzierung freiwilliger Aufgaben, wie des Mehrgenerationenhauses stehen auf der Kippe.
Viel schöne Worte, aber keine einzige Lösung, kein einziger Vorschlag, nichts kam an diesem Nachmittag durch die Vertreter der von der CDU.

So kann jede seiner brillant verpackten Aussagen demontiert werden, von der Energie bis hin zur Rente. Wir finden, dass wir ein gerechtes und sicheres Rentensystem benötigen, und keine warmen Worte, die alles schön reden.

Letztendlich hatte der Nachmittag die Qualität einer Kaffeefahrt. Kaffee und Kuchen gab es durchaus reichlich, aber leider keine greifbaren politischen Inhalte und schon gar keine Lösungsvorschläge für die vordringlichsten Probleme Südthüringens, – die wir, und besonders unsere Kinder, hier so nötig haben.