30 Jahre V&BeM & 20 Jahre Architektur[werk]statt

Seit 30 Jahren beschäftig ich mich im Rahmen meines Gewerbebetrieb „Vertrieb & Betreuung elektronischer Medien“ mit elektronischen Medien. Was Einst rund um Grafikcomputer, Audio- und Videotechnik begann, entwickelte sich früh in Richtung IT. Grundlage waren meine Erfahrungen, die ich bereits Ende der 1970iger Jahre an Apple und Commodore Rechner machte.

Heute steht neben der Betreuung langjähriger Kunden die gesellschaftspolitische Relevanz der IT im Vordergrund. Dabei seht der Schutz der Menschen und ihrer Daten im Vordergrund, was jedoch keine Datennutzung ausschließen muss. Neben diese digitale Privatsphäre sind es auch soziale und ökonomische Folgen die immer stärker durch Informationstechnische Systeme bedingt werden. Seit 2009/10 vertrete ich ein Modell (gerechnet von Simon Stützer, Jena) für ein Grundeinkommen, das mit eine Flattax das Steuersystem revolutionieren kann. Einfach, transparent und sozial gerecht. Es wurde von den Sozialpiraten und anderen Verbänden adaptiert.

Seit 20 Jahren bin ich freier Architekt und Mitglied der Thüringer Architektenkammer. Zahlreiche kleine Projekte wie Einfamilienhäusern, Bauten für die Landwirtschaft und Wohnungen, besonders in Berlin, aber auch die Planung eines großen Getränkeeinzelhandels wurden umgesetzt. Eine Ausbildung zum Baubiologen IBN wurde bei Prof. Schneider Ende der 1990iger Jahre absolviert. Daneben beschäftige ich mit dem ökologischen Umfeld von Gebäuden insbesondere im Bereich der Versorgung mit Energie und der Entsorgung von Abwässern und Fäkalien durch natürliche Systeme. Lehmbau und ökologische Bauweisen sind ein weitere Betätigungsfeld.

Bernd Schreiner – Meilensteine

Der Anfang:

Elektronik und Radiobasteln ab der 2ten Klasse Grundschule
Programieren in Basic ab Ende der 4ten Klasse am Apple II 1977, später auch Assembler
Erste eigene Computer: Casio FX-702P, Sinclair ZX81 & C64

Anfänge Audio-/ Video- und Lichttechnik für Schulveranstaltungen im Leibniz-Gymnasium Altdorf und ab ca. 1981/82 auch für „Up to Date“ (Modenschauen) und anderen Veranstaltungen neben der Schulzeit

1986 Videoproduktionen für Tommy Bayer, Ernst Garhammer, Fliegermagazin, Werbevideos für Tyrolia, Elho, up to date- Modeschauen, Maschinenhersteller für Steinsägen, etc. Aufnahmeassistenz, komplette Video- und Audionachbearbeitung/schnitt bei Austelitz-Elektronik, Grafikcomputer Silver von deGraph

1988 Anmeldung Gewerbebetrieb: Vertrieb von Audiotechnik z.B. Sennheiser, Austerlitz-Elektronik, Mitentwicklung und Bau von Mischpulten und Endstufen für Bühnenbetrieb, PA- Verleih, erste Erfahrungen mit Lehmbau, Durchführung von Musikveranstaltungen mit Peter Phenn und anderen.

1989 Einrichtung eines Tonstudios in Altdorf

1989 Studium Architektur

1991 Beginn Vertrieb Apple Computer

1993 Netzwerktechnik und Datenbankprogrammierung, Zusammenarbeit IT & Architektur mit Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ) von Prof. Volker Dingeldein

1994 Entwicklung Mobile Datenübertragung Baustelle- Büro mit Forschungszentrum FEZ und Goldbeckbau

1994 Preisträger Architekturwettbewerb „Ökologisch bauen“ der Schwäbisch Hall Bausparkasse, Abschuss Studium mit Diplomarbeit „Autarke Wiederbesiedelung Billmuthausens“ mit Note 1,0

1995 Beginn html/ Web-Programmierung, Datenbankprogrammierung, Durchführung von Schulungen

1996 Kauf Dreiseithof Westhausen, Gründung der Architekturwerkstatt Westhausen

ab 1998 Entwicklung Webprojekte, Betrieb von Foren, Webmarketing, lokale Netzwerke, Eintragung als Architekt in der Architektenkammer Thüringens

2006 Gründung „Wasser und Erde“, Entwicklungszusammenarbeit durch Wissenstransfer, Schutz von 1000ha Urwald in Argentinien, Projekt ökologische Abwasserreinigung zum Selbermachen in Kamerun.

2007 Projektentwicklung World Forrest Friends- Weltweit neue Wälder schaffen mit Dietmar Gottfriedsen und anderen.

2009 Gründungsmitglied Piratenpartei Thüringen, Einzug in den Landesvorstand, Betreuung der IT-Präsenz, ab 2013 verantwortlich für die Webpräsenz der Piratenpartei Deutschlands piratenpartei.de

Heute: Service und Beratung Hardware, Internet & Soziale Medien, gesellschaftspolitische Relevanz elektronischer Daten, LED – Lichttechnik, Ardurino-Steuerungen, Audiotechnik, Beratung von Jungunternehmern, Forschungsprojekte zu Aquaponic, 3D-Druck von Gebäuden

AfD und die Veganer

Nach Jahrzehnten der Entwicklung zu einer immer egalitäreren Gesellschaft erscheint nun die Zeit der sozialer Distinktion angebrochen zu sein. Allerorts erlebe ich, wie man mit arroganter überheblicher Ignoranz übermäßig ausgestattet sich über vieles was als sicher und gesichert galt hinweg setzt. Jahrhunderte der humanistischen Aufklärung gehen in den wenigen Jahren des zweiten Jahrzehntes des neuen Jahrtausends den Bach runter. Gut gebildete und fähige Menschen evolutionieren zu zusammenhangignorierenden Faktenverdrehern, Lautsprechern und Besserwissern. Ein frostiger Hauch neuronaler Armseligkeit umweht die Gehirne und vereisen die synapischen Spalte.

Das Zeitalter der Vereinfachung, -der Simplifizierung- ist endgültig angebrochen. Was in den 1990igern mit der MP3 Komprimierung in der audiophilien Technik einzog, ist nun im Kopf angekommen. Wo einst Musikliebhaber auf präzise Wiedergabe setzen sind schrill scheppernde und klirrende Supersurround- Reduktionen Stand der Dinge. Wo man hinsieht kehrt diese Vereinfachung wieder. Wo man in den frühen 80igern noch Wissen, Fähigkeit und Erfahrung brauchte um Dinge zu tun, reicht heute ein Klick, eine Anweisung und irgendwer oder irgendwas kümmert sich darum, dass das Ding läuft. Persönlich habe ich dies im Januar 2018 erleben dürfen. Nach Jahren in denen ich mit Programmierung ausserhalb von Webanwendungen eigentlich gar nichts mehr praktisch zu tun hatte, klickte ich meine erste Android- Handyapp beim täglichen Milchkaffee zum Feierabend zusammen und hatte sie in rund 20 Minuten auf dem Tablett um über Bluetooth einem Arduino Instruktionen zu übermitteln.

Einfache Modelle, einfache Denkweisen, einfache Weltsicht mit dem eigenen Ego im Mittelpunkt gepaart mit oft ausdrucksintensivierter Methodik, ziehen all die Propheten von angeblich alternativen Wissen und Missionare der globalen Weltverschwörung über Chemtrails, Ernährung bis hin zu den politischen Bereichen durch die angeblich sozialen Medien und bekommen unverschämt übertriebene Aufmerksamkeit von dem meiner Meinung nach immer noch größeren Rest von leider oft leisen Menschen die schwindende humanistisch-aufklärerische Werte und Herangehensweisen bewahren wollen.

Wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben? Wie kann man als fachlich kaum versierte Laie mit einem Handstreich die Arbeit und Ernsthaftigkeit von tausenden und Millionen von Stunden fachlich und überprüfbarer Methodik erlangtem Wissen wegwischen und frei nach Peter Bichsels „Ein Tisch ist ein Tisch“ sich sogar von der eigentlichen gemeinsamen Terminologie verabschieden?

Ich verstehe es nicht und ich könnte daran immer öfters verzweifeln. Unterhaltungen werden zu Streitgesprächen und man glaubt sich in Brechts Theaterstück „Leben des Galilei“ im Kampf gegen die Gelehrten des ptolemäischen Weltbildes wiederzufinden.

Da hilft es nichts, an die hier und jetzt erlebbare Realität zu erinnern. Da hilft es nichts, mit einfachsten Experimenten die mir bereits im 8.Klass-Physikunterricht zu langweilig waren, vorzuführen, dass annähernd jedes Wort des vom Gegenübers Behaupteten eigentlich nur „Quatsch“ ist.

Ich müsste mich nicht darüber aufregen und auch nicht diese Zeilen schreiben, wenn dieser „Irrsinn“, wie ich das jetzt mal nennen werde, sich nicht auch in wichtige Bereiche unserer Gesellschaft auswirkte.
Die politische Landschaft wird in diese Vereinfachung von den neurechten AfDlern getrieben, unterstützt von der bekannten, Klickraten und Verkaufszahlen geilen Medienlandschaft und der politischen Mitte die ebenso extremistisch in die angesprochenen Themenfelder springt.
Letztes Beispiel ist die Entscheidung der Essener Tafel für ihren Aufnahmestopp für Migranten. Sollte es nicht um Menschen gehen ohne in ihre Herkunft teilen? Wo wollen wir aufhören? Brauchen wir erst wieder Gettos und Konzentrationslager bis das große Aufwachen mit Entsetzen kommt?
Dabei haben wir wirkliche Probleme. Wo wir auch hinsehen, hatten wir doch bereits erkannt, dass unsere Art zu leben keine Dauerlösung sein kann und darf, denken wir auch nur einen Funken an die nachfolgenden Generationen und ihre Rechte.

Wir wissen, dass dauerhaft die fossile Energiegewinnung keine Lösung sein kann, wir wissen, dass die global nährstoffverfrachtende und ressorucenvernichtende Wirtschaftsweise weder für das Tierwohl noch für den Pflanzenbau dauerhaft machbar ist, ebenso wie wir wissen, dass Krieg und Leid zusammengehören, wie Waffen und der gewaltsame Tod, Flucht und Ungerechtigkeit. Sind nicht Millionen von Deutschen geflohen und fanden Schutz?

Es ist die Zeit, in der Ideologie über Vernunft siegt.

Eckhard Fuhr schrieb 2014 in seinem Artikel „Als Vegetarier wären wir keine Menschen geworden“ in der „Zeit“ abschließend:

Fleischekel ist heute ein Ausweis von Vornehmheit. So wie früher blasse Haut. Fleischverzicht gehört in unserer egalitären Gesellschaft zu den wenigen Mitteln sozialer Distinktion, die schamlos eingesetzt werden dürfen. Nur bei den Fleischverächtern gibt es noch den sozialen Modus des verächtlich auf alle anderen Hinabschauens. Es soll sogar vorkommen, dass deswegen der Weihnachtsfrieden nachhaltig gestört wird. Man sollte über der duftenden Weihnachtsgans die Gedanken schweifen lassen in die Tiefen unserer Geschichte. Und wer die Gans tranchiert, der soll sprechen: Esset das Fleisch, auf dass ihr klug werdet.“

Anstatt im Sinne der Aufklärung das Thema Ernährung zu beleuchten wurde es zum umsatzbestimmenden Hype rund um Veganprodukte. Plötzlich gibt es sogar 100% vegane Kartoffeln oder Weizenmehl. Ja seit ihr denn alle Irre geworden?

Nicht ganz alle. Aber die die es nicht sind, werden als minderwertig und denkunfähig abgeurteilt, denn, so wird eben, wie in der von Fuhr in seinem Artikel beschriebenen Art, ausgeführt: „sie belasten sich ja mit niederschwingenden tierischen Nahrung und können also selbst nichts dafür, dass sie es nicht verstehen, dass Vegan besser ist.“

Dabei leiden bereits schon Lachse in ihren norwegischen Zuchtfarmen unter den Mangel durch die zunehmende Zwangsvegetarisierung ihres Futters und der Gehalt von Omgeadrei-Fettsäuren sinkt beträchtlich.
Ja, allzuoft kommt dann am Ende doch noch, dass es ja langfristig nur vegan geht, wenn man seine Ernährung ganz bewusst gestaltet und die Mängel der rein veganen Ernährung mit Ergänzungsprodukten ausgleicht. Das sind dann die Leute die man eigentlich ehr beim Biobauern im Hofladen vermutet, die sich jetzt bewusst das Sortiment der vollchemischen und gentechnischen Ernährungsindustrie reinpfeifen. Da feiern sie mit ihren veganen Schnitzeln eine Grillparty zum Wohl der Tiere und schlucken die ganze Bandbreite der Lebensmittelchemiker damit die Pflanzenpressteile irgendwie nach Fleisch aussehen und schmecken während sie gegen Glyphosat auf unseren Äckern in die Schlacht ziehen.

Wo seit ihr da draussen, ihr die noch die guten alten Dinge kennt?

Wollen wir wirklich die letzte Vernunft von Board schmeißen?

Oder sollten wir nicht vor dem dritten Jahrzehnt dieses Jahrtausends endlich wirkliche Lösungen diskutieren? Soll nicht jeder so essen dürfen, wie er es für richtig hält? Müssen wir uns nicht eigentlich darum kümmern, dass Pflanzen und Fleisch so erzeugt werden, dass es nicht zu den absehbaren negativen Folgen kommt?

Wir müssen uns um den Erhalt der essentiellen Nährstoffe in der Landwirtschaft kümmern, damit eine Nahrungsmittelerzeugung auch zukünftig noch machbar ist. Wir müssen uns darum kümmern, dass der Anbau ohne die Vergiftung und Ausrottung von immer mehr Arten stattfindet. Wir brauchen Fleisch von Tieren die ein anständiges Leben hatten und artgerecht gesund ernährt werden. Und wir könnten es, jetzt und heute anfangen. Wir kennen Lösungsansätze, wir haben Ideen und mehr als genug Geld sie auszuprobieren.
Das scheint aber an den eingefrorenen Synapsen der „Bessermenschen“ zu scheitern,- und nicht wie von mir lange gedacht, an den reinen Wirtschaftsinteressen der Unternehmen.

Aquaponic – einfach gemacht

Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit geschlossenen Kreisläufen, ausgelöst durch das Buch „Ökologisches Bauen“ herausgegeben im Jahr 1982 vom Bundesumweltamt und im Bauverlag erschienen. Mir kam das Buch 1984 in die Hände.
Nach viel probieren, testen und verwerfen, dem Studium der Architektur und dem Abschluss mit einer Diplomarbeit „Autarke Wiederbesiedlung Billmuthausen“ habe ich ab 1996 hier an meinem Dreiseithof unterschiedliche Anlagen probiert, im Kleinen in Glasbecken, im Großen mit dem häuslichen Abwasser.

Mein letztes, sehr einfaches Projekt will ich kurz skizzieren. Es lässt sich skalieren, ist kostengünstig und leicht zum nachmachen.

Die ehemalige Mistgrube wurde vor Jahren zu einem kleinen Wasserbecken mit rund 10m3 Inhalt, auch um den Regenwasserspeicher darunter zu verbergen, der Urinal und Waschmaschine trinkwasserunabhängig speist.

Im Moment sind darin nur Zierfische, Graskarpfen, Silberkarpfen sind geplant und werden hoffentlich bald beschafft.

Hier ein erstes Bild:
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Das Teichwasser durchläuft nach einer Grobreinigung durch Filterbürsten einen Mattenfilter und darin werden die Ammoniakausscheidungen zu Nitraten umgebaut.
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In der letzten Kammer sind die Pumpen die das Wasser aus dem Filter heraus pumpen.
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Durch einen Schlauch wird das nährstoffreiche Wasser in einen umgebauten Kabelkanal 2m lang und 40mm x 60mm im Querschnitt geleitet in dessen Abdeckung Bohrungen für Netztöpfe sind. Darin befindet sich Perlite als Substrat um den Salatpflanzen halt zu geben.
Der Auslauf des Kanals geht in den Pflanzenbereich des Teiches (unter dem der Regenwassertank ist).
In dem Kanal fliest also das nährstoffreiche Wasser aus dem Filter und bildet einen Feuchtigkeitsfilm in dem die Pflanzenwurzeln gedeihen.

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Nach den ersten Monaten zeigt sich, dass alles prima geht, des Salat wächst, keinerlei Schneckenfrass, und erdfreie Blätter die einfach weiterzuverarbeiten sind.

Natürlich ist die Anlage so ein Provisorium, -ein Test, denn endgültig wird sie an der Südwand des Nebengebäudes gebaut werden, 3 Reihen übereinander und für die Übergangszeit hinter Glas.

So wird das Wasser nicht nur gereinigt sondern die Nährstoffe gleich für die Pflanzen genutzt. Einzig das Fischfutter wird zugeführt, welches langfristig aus eigener Produktion stammen wird.

Bundestagswahlen 2017

Am 24.9.2017 sind wieder Bundestagswahlen und es wird die dritte Wahl sein, bei der ich als Kandidat für den Bundestag bereitstehe.

Im Februar wählte mich die Aufstellungsversammlung der Piraten Thüringen zu ihrem Spitzenkandidaten. Ja, der Piraten. Wir treten wieder zur Wahl an, genauer wir wollen- denn wie 2009 werden wir Unterstützungsunterschriften brauchen, damit wir auf die Wahlzettel dürfen. Glücklicherweise dürfen diese Unterschriften per Strassensammlung gesammelt werden, und nicht als „Amtsstubensammlung“ wie bei den Kommunalwahlen. Auch darüber muss ich noch schreiben, denn Bodo Ramelows Gebietsreform greift darüber die Grundlage der Demokratie an, indem sie für neue politische Kräfte es fast unmöglich macht, noch die notwendigen Unterschriften zu bekommen. Wer fährt schon dutzende Kilometer und nimmt einen Tag Urlaub um einen Unterschrift für einen Partei zu leisten? Der normale Bürger wohl kaum.

Doch zurück zur Bundestagswahl und uns Piraten. JA, wir hatten Erfolge, ja wir hatten Kämpfe und wir sind weiterhin da. Wir zogen in 4 Landtage ein, wir stecken unsere Finge in die WUnden der etablierten Parteien und wir sind keine Berufspolitiker sondern weiterhin ganz normale Menschen, mit Beruf und Familie und einem Privatleben!
Auch wenn uns heute schon ein Misserfolg prophezeit wird, sehe ich durchaus einen realistische Chance im Herbst einen Erfolg zu landen:

Unsere Themen die 2009 noch kaum wer verstand, sind heute längst in der breiten Masse relevant!
Unsere Antworten dazu sind gut, sie sind für den Menschen gemacht und nicht für Konzerne, Superreiche oder Hetzern!

Und dabei sind wir die einzige liberale Kraft die auch für soziale Gerechtigkeit steht. Wir wollen weder Reichtum verbieten, noch verhindern, sondern Armut!
Wir springen nicht auf den populistischen Zug der Altparteien auf, die meinen dieser jungen „Nicht“-Alternative deren Namen ich bisher nie schrieb, hinterher laufen zu müssen.

So bieten wir ein durchaus attraktives Angebot das bei meinen Gesprächen mit den ganz normalen Menschen überwiegend sehr positiv aufgenommen wird. Wir informieren uns, wir denken vernetzt, wir denken quer, und versuchen eine Lösung für uns Menschen und unsere Nachfolger zu finden, die auch ihre Rechte wahrt.

Leider sind Erfolge nicht von derartiger Sachlichkeit abhängig, sondern auch wesentlich von den Multiplikatoren, die unsere Antworten nach aussen tragen. Primär sind es die Medien, die uns allerdings lange Zeit mieden.

Ich bin bereit, Ihnen Antworten zu geben! Fragen Sie, schreiben Sie mir!

Landkreis Hildburghausen – Eisfeld

Ich bin gerade täglich im Landkreis Hildburghausen unterwegs. So war ich am Dienstag im östlichen Teil des Landkreises in Eisfeld, einer Stadt am Fusse des Thüringer Waldes, manchen noch bekannt von dem ehemaligen Grenzübergang der DDR nach Bayern. Auch gibt es dort direkten Autobahnanschluss mit sogar zwei Ausfahrten und den Bahnhof. Sogar grössere Unternehmen gibt es, wie beispielsweise einen Hersteller von Rasierklingen der vor kurzen sogar große Medienaufmerksamkeit bekam. Ein Städtchen wie es viele andere gibt, denkt man, ein Städtchen dem es geht wie andren beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg.

5421 Einwohner leben 2012 in Eisfeld und durch das Schloss, das gerade saniert wird, oder Feste wie dem Kuhschwanzfest ist es weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

So stand ich gestern dort vor dem Rathaus um Unterstützungsunterschriften für die Kreistagsliste zu sammeln. Von der Hauptstrasse zweigt die Marktstrasse zum Marktplatz ab.

Diese Straße war früher sicher die belebteste Straße, Geschäft reiht sch an Geschäft und kurze Seitenstrassen beherbergten Gasthäuser und sicher einiges mehr für das tägliche Leben der Menschen und die Besucher von nah und fern.

Um Flyer zu verteilen lief ich die Marktstrasse entlang. Auffällig ist dabei die große Anzahl von Gebäuden deren Geschäftsinhaber aufgegeben haben. Leerstand wie man sagt.

Der demographische Wandel, die Strukturschwäche und die Abwanderung zeigt ihr Gesicht deutlich. Dabei sind die Vorraussetzungen in Eisfeld gut. In nicht mal einer halben Stunde ist man in Coburg über die Autobahn, Suhl ist ebenso nah. Tourismus kann von dem Thüringer Wald leben, doch es stockt. 1,5 Generationen an Nachwuchs fehlen pauschal betrachtet. Die Nach-der-Wende- Generationen sind weg gegangen, insbesondere die jungen Frauen. Sie sind gegangen und die wenigsten kommen wieder um eine Familie zu gründen. Sie leben in Hessen, in Bayern, in Baden-Württemberg und verdienen gut, bauen dort Häuschen, kaufen Eigentumswohnungen in den Städten, die Gentrifizierung greift dort um sich, die Metropolisierung läuft im vollen Gang. Doch was ist mit all den Dörfern, die weder tausende von Einwohnern hatten, noch einen Autobahnanschluss?
Orte die weder eine Seniorenwohnanlage haben, Orte die keinen Dorfladen mehr haben und wo es keinen öffentlichen Nahverkehr gibt ausser den Schulbusslinien?

Abgehängt und alles was man von den politischen Entscheidungsträgern vernimmt heisst: Sparen, Kürzen, reduzieren. Das beschleunigt die Entwicklung, verstärkt das Problem und die Bevölkerungskatastrophe rollt auf uns alle zu.

Wir müssen jetzt dieser Entwicklung neue Ideen entgegensetzen, wir müssen unnötige und teuere Infrastrukuraufgaben die keinen echten Mehrwert bringen aufgeben, wir müssen gezielt in Dinge investieren das die Orte stärkt, das die Bürger vor Ort einbezieht und ihnen Verantwortung zurück gibt. Damit gehen neue Freiheiten einher und dazu braucht es Gestaltungsvorschläge, Unterstützung und Hilfestellungen. Dazu gehört beispielsweise endlich der längst überfällig Verzicht auf überteuerte Technische und zentrale Klärwerke aber dazu zählen auch öffentliche Verkehrsmittel die individuell genutzt werden können. Asphaltierte Feldwege wo der Kilometer 100.000€ kostet brauchen wir nicht, aber dafür 4 öffentliche Fahrzeuge die ein kleiner Ort seinen Bewohnern fahrscheinfrei zur Verfügung stellt um auf Privatfahrzeuge zu verzichten. Dazu gehört es, dass wir neue Betreibermodelle für Dorfläden erproben, Läden die mit den Bürgern zusammen geführt werden, die nicht nur Lebensmittel anbieten, sondern auch die lokale Postdienste mit ausführen, den lokal erzeugten Ökostrom verkaufen ebenso wie den Internetzugang für das Dorf mit beispielsweise einem öffentlichen WLAN.

So sind viele Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen und neue Ansätze zu wagen, und davon gibt es viele. Lasst uns mutig sein und mal etwas weniger Asphalt verlegen und dafür mal etwas mehr in die Zukunft denken!

Hier Bilder vom Leerstand in der Marktstraße hoch zum Marktplatz:


Die Zukunft beginnt. Jetzt.

Am ersten Tag der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat Google die Gründung der Open Auto Alliance (OAA) bekannt gegeben und damit die Zukunft der mobilen Gesellschaft eingeleitet. Während deutsche Politiker sich auf die Bewahrung überkommener Technologien wie dem ressourcenverschwendenden Verbrennungsmotor konzentrieren und Kanzlerin Merkel dabei zum Cheflobbyisten in Brüssel wird, zeigen Audi, General Motors, Honda und Hyundai, der Chipentwickler Nvidia und der Suchmaschinenriese Google, wohin die Zukunft der Automobile geht.

Google, der Entwickler des als Handy-Betriebssystem weit verbreiteten »Android«, will sein Betriebssysten auf Autos portieren. Android hat somit die besten Chancen, das Nervensystem von intelligenten Fahrzeugen zu werden – von Fahrzeugen, die weit mehr können als uns von A nach B zu transportieren. Sie werden damit eine ähnlich zentrale Rolle einnehmen wie die Smartphones, die zur Kommunikationsdrehscheibe der Generation »always online« wurden. Die Zukunft beginnt. Jetzt. weiterlesen

Mehrgenerationenhaus Heldburg – Dr. Bernhard Vogel

Am heutigen Nachmittag fand im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Heldburg eine Veranstaltung über die Zukunft der Einrichtung statt. Geladen waren der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Dr. Berndhard Vogel, Frau Anita Schwarz, Bürgermeisterin von Heldburg, sowie weitere Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft und auch der Direktkandidat der CDU Marc Hauptmann. Bereits nach kurzer Zeit wurde klar, dass es eine reine Wahlkampfveranstaltung ist und es um den Wahlkampf des CDU-Kandidaten ging.
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Dr. Vogel hob bei seiner Ansprache hervor, dass wir heute in einem Land leben, das sehr gut aufgestellt ist und jeder Mensch auf dieser Erde gerne mit uns tauschen würde, um auch hier zu leben. Er betonte, dass es in seiner Genaration normal war, dass ein Drittel oder mehr der Mitschüler bereits im jugendlichen Alter an der Front starben.

Nach diesen grundsätzlichen Worten griff er politische Themen wie den Mindestlohn auf, welcher in den Wahlversprechen anderer oft geäußert wurde. Ebenso erklärte er, weshalb es eine Rente erst mit 67 geben kann, denn als das System eingeführt wurde, starben die Menschen ja bereits 2,5 Jahre nach Eintritt ins Rentenalter, – nicht so wie heute, wo er mit seinen 82 Jahren längst nicht mehr leben würde. Da heute alle älter werden, muss es auch diese Verschiebung des Eintrittsalters geben und Frankreich sei ein schlechtes Beispiel, mit seinem Beharren auf das frühe Renteneintrittsalter. Ebenso verteidigte er die höheren Renten der Beamten. Natürlich darf man auch die Steuersätze für Gutverdiener nicht anheben, denn sonst können sie ja nichts mehr „unternehmen“. Sogar zur Energiewende äußerte er sich und führte in das Thema mit dem Atomunfall in Fukushima ein. Wir Thüringer müssen dann halt die Belastungen mit der 380kV Stromtrasse hinnehmen, sagte er.

Diese recht plumpen Inhalte trug er wirklich beeindruckend vor. Man merkte die Jahrzehnte lange Erfahrung sehr deutlich und es machte Spaß zuzuhören. So war es nicht immer einfach, die Inhalte so wie es dringend erforderlich wäre, kritisch zu hinterfragen.
Mit diesen Stil der perfekten Verführung stellte er dann auch den CDU Kandidaten vor, der erst 29 Jahre alt ist, in Japan und den USA studiert hat, und viele weitere Vorzüge aufweist.

Leider sagte er während der gesamten Veranstaltung kein Wort zu den Problemen der Region oder über die unsichere Zukunft des Mehrgenerationenhauses. Natürlich wurde die Einrichtung gelobt, auch die Kitas, welche so günstig sind in Thüringen – im Gegensatz zu München, wie Herr Hauptmann berichtete und erzählte dass junge Familien dadurch zurück nach Thüringen kommen.Dr.V-BS-DSC_3900

Dass jedoch spätestens nach der Kita Zeit, die wirklichen Probleme beginnen , wird verschwiegen. So fahren die Schulbusse oft grosse Runden, und bereits die Kleinsten sind schon mal 1,5 Stunden mit dem Bus unterwegs. Auch nach dem Schulabschluss, beispielsweise bei der Suche nach einer Lehrstelle ist die Auswahl alleine aufgrund des mangelhaften öffentlichen Nachverkehrs auf die direkte Umgebung begrenzt. Natürlich ist auch die ärtzliche Versorgung problematisch, immer mehr Praxen schliesen, Kinderärzte gibt es am Land gar nicht.
Nachdem ich Herrn Dr. Vogel auf diese Probleme konkret angesprochen habe, erwiederte er lapidar, dass man dies lösen kann.
Ja, man könnte kann dies lösen, sofern das nötige wenn Geld da wäre, wenn der Landkreis und die Gemeinden ausreichend Mittel hätten, um Buslienen zu finanzieren. Doch die Umlagen steigen, die Hebesätze werden „virtuell“ angehoben und die Finanzierung freiwilliger Aufgaben, wie des Mehrgenerationenhauses stehen auf der Kippe.
Viel schöne Worte, aber keine einzige Lösung, kein einziger Vorschlag, nichts kam an diesem Nachmittag durch die Vertreter der von der CDU.

So kann jede seiner brillant verpackten Aussagen demontiert werden, von der Energie bis hin zur Rente. Wir finden, dass wir ein gerechtes und sicheres Rentensystem benötigen, und keine warmen Worte, die alles schön reden.

Letztendlich hatte der Nachmittag die Qualität einer Kaffeefahrt. Kaffee und Kuchen gab es durchaus reichlich, aber leider keine greifbaren politischen Inhalte und schon gar keine Lösungsvorschläge für die vordringlichsten Probleme Südthüringens, – die wir, und besonders unsere Kinder, hier so nötig haben.