VW – die Dieselkrise, der Staat und wir Bürger

Fahrverbote, Flottenerneuerung und Gerichtsentscheidungen, die Medien sind voll von Meldungen rund um Hardware- Nachrüstung, Softwareupdate und Euro 6.

Was wollen wir? Eine saubere, gesunde und lebenswerte Umwelt auch für unsere Nachfolger oder was?

Was bisher diskutiert wird, heißt fast immer: Umsatz-/Absatzförderung für die deutsche Automobilindustrie!

Wer glaubt, ein Fahrverbot hilft der Umwelt, wer glaubt, dass es sinnvoll ist, ein wenige Jahre altes Fahrzeug zwangszuverschrotten, liegt falsch. Ein Fahrzeug bindet Ressourcen und Energie in der Herstellung. Es ist ein ökologischer Irrgang, zu denken, neu gebaute Autos haben eine bessere Bilanz als Altfahrzeuge. Auch das mit den Schadstoffen und dem laufenden Verbrauch ist kein Grund zur Freude, welcher Diesel den so der Deutsche gerne kauft verbraucht wirklich weniger Sprit als alte Fahrzeuge? Welcher VW Golf fährt heute mit 3,5 l Diesel bei Höchstgeschwindigkeit so wie es bereits Anfang der 1980iger ein Golf Caddy konnte?

Ja, wir müssen handeln und ich schlage vor,

dass wir die Gewinne der betrügenden Autofirmen solange abschöpfen, bis der Schaden, also die Umweltfolgekosten ihrer zuviel ausgestossener Schadstoffe seit Fahrzeugzulassung und weitere Kosten kompensiert sind.
Keine Neuwagenprämie, keine Umrüstung, sondern einfach Cash, Geld mit dem Alternativen aufgebaut werden, so wie ein fahrscheinfreier ÖPNV, Carsharing, iÖPNV und andere Lösungen die Individualverkehr ohne Verzicht ersetzen kann und lasst uns die Verkehrssituation in der Fläche verbessern!

Aber dazu gehört noch mehr und im nordeuropäischen Ausland gehen sie da bereits Wege die uns als Fahrzeugnation gut zu Gesicht stehen würden:
Firmengründer Sampo Hietanen macht es vor und der Staat hat durch Gesetzgebung gehandelt und den Rahmen geschaffen, dass Mobility as a Service funktionieren kann. „Seit Januar sind alle Transportunternehmen in Finnland, ob öffentlicher Nahverkehr, Taxis oder Carsharing-Dienste, verpflichtet, ihre Daten für alle offen zu legen: Fahrpläne, live Daten zur Position von Bussen und von freien Taxis“. Und dazu noch automatisierte Schnittstellen zu schaffen, dass online Buchungen direkt ausgeführt werden können.

Wir müssen weg von einer Gesetzgebung die rein harte Faktoren berücksichtigt. Wir brauchen eine smarte Regelung, die e ermöglicht, Alternativen zu entwickeln und dazu gehören heute offene Schnittstellen und Daten.

Nein, kein Blick in die Privatsphäre, sondern in die der Unternehmen um allen Anbietern zu ermöglichen, breite Angebote zu schaffen.

Lasst uns diese Wege finanzieren, auf Kosten der Unternehmen, die die Verantwortung tragen und lasst uns eine Mobilitätswende einleiten!

Bernd Schreiner

mehr zu Helsinki auch zum Hören: https://www.deutschlandfunk.de/zukunft-der-mobilitaet-wie-wir-demnaechst-von-a-nach-b.740.de.html?dram:article_id=427850

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