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Aquaponic – einfach gemacht

Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit geschlossenen Kreisläufen, ausgelöst durch das Buch „Ökologisches Bauen“ herausgegeben vom Bundesumweltamt und 1982 im Bauverlag erschienen. Mir kam das Buch 1984 in die Hände.
Nach viel probieren, testen und verwerfen, dem Studium der Architektur und dem Abschluss mit einer Diplomarbeit „Autarke Wiederbesiedlung Billmuthausen“ habe ich ab 1996 hier an meinem Dreiseithof unterschiedliche Anlagen probiert, im Kleinen in Glasbecken, im Großen mit dem häuslichen Abwasser.

Mein letztes, sehr einfaches Projekt will ich kurz skizzieren. Es lässt sich skalieren, ist kostengünstig und leicht zum nachmachen.

Die ehemalige Mistgrube wurde vor Jahren zu einem kleinen Wasserbecken mit rund 10m3 Inhalt, auch um den Regenwasserspeicher darunter zu verbergen, der Urinal und Waschmaschine trinkwasserunabhängig speist.

Im Moment sind darin nur Zierfische, Graskarpfen, Silberkarpfen sind geplant und werden hoffentlich bald beschafft.

Hier ein erstes Bild:
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Das Teichwasser durchläuft nach einer Grobreinigung durch Filterbürsten einen Mattenfilter und darin werden die Ammoniakausscheidungen zu Nitraten umgebaut.
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In der letzten Kammer sind die Pumpen die das Wasser aus dem Filter heraus pumpen.
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Durch einen Schlauch wird das nährstoffreiche Wasser in einen umgebauten Kabelkanal 2m lang und 40mm x 60mm im Querschnitt geleitet in dessen Abdeckung Bohrungen für Netztöpfe sind. Darin befindet sich Perlite als Substrat um den Salatpflanzen halt zu geben.
Der Auslauf des Kanals geht in den Pflanzenbereich des Teiches (unter dem der Regenwassertank ist).
In dem Kanal fliest also das nährstoffreiche Wasser aus dem Filter und bildet einen Feuchtigkeitsfilm in dem die Pflanzenwurzeln gedeihen.

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Nach den ersten Monaten zeigt sich, dass alles prima geht, des Salat wächst, keinerlei Schneckenfrass, und erdfreie Blätter die einfach weiterzuverarbeiten sind.

Natürlich ist die Anlage so ein Provisorium, – ein Test, denn endgültig wird sie an der Südwand des Nebengebäudes gebaut werden, 3 Reihen übereinander und für die Übergangszeit hinter Glas.

So wird das Wasser nicht nur gereinigt sondern die Nährstoffe gleich für die Pflanzen genutzt. Einzig das Fischfutter wird zugeführt, welches langfristig aus eigener Produktion stammen wird.

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