Apple und die Zukunft

Apple hat nach dem Wiedereinstieg von Steve Jobs einen unglaublichen Aufstieg durchlebt. Dabei lag die Firma fast am Boden. Der iMac in Bondi Blue läutete 1998 die Wende ein. Jonathan „Jony“ Ive brachte die Farben und das transparente Design ins Spiel. Heute ist er für die Benutzerschnittstellen Software zuständig und deckt damit einen der Kernkompetenzen Apples ab. Er ist seit 1992 bei Apple beschäftigt und das verbindet uns, denn seit dem verkaufe ich Appleprodukte.

In seinem Geschäftsbereich kann eine große Zukunft für Apple und diese dringend nötig. Seit der Revolution im Smartphone Markt, der mit dem iPhone ausgelöst wurde, blieben echte Innovationen aus. Etwas Designspielereien, etwas Bedienkonzept, doch nichts wirklich revolutionäres ist auszumachen.
Die aktuellen Entwicklungen an der Börse sind möglicherweise schon auf diese ausbleibenden Meilensteine zurückzuführen.

Wo steht Apple heute

Der in den Startlöchern vermutete Apple TV ist ein Glied auf das schon Lage spekuliert wird, und der Anfang eineres komplett neunen Geschäftsfeldes werden kann.
Der iMac war der Einstieg in eine Medienzentrale. iTunes revolutionierte das Musik(vertriebs-)Geschäft, iPhoto und das iÖkosystem ergänzt alle anhängenden Bereiche.

Apple und Steve Jobs wird nachgesagt, eine besondere Qualität in Erkennen des richtigen Zeitpunktes für eine kommenden Entwicklung zu erkennen und dort mit einfach bedienbaren System bestehende Märkte zu übernehmen. Der iPod war nicht der erste mp3-Player am Markt, aber er war das Gerät das mit dem Erkennungszeichen „Weiße Kopfhörer“ bei einfachster Bedienung mit dem iTunes- System die Musikrevolution erst ermöglichte.
Heute ist der iTunes Store einer der Umsatzbringer und vieles wird auch über die Apps verdient, denen Apple im Wesentlichen den Vertriebskanal dort aufgemacht hat.

Ich bin stark überrascht, dass Apple als milliardenschwerer Konzern nicht bereits das Umfeld für den nächsten grossen Schritt in unser Lebensumfeld getan hat. Dabei erscheint es fast logisch, wohin der Weg führen wird.

Wo sind die Vordenker des Unternehmens?

Musik, Kommunikation hat Apple erobert, bei den Bildern steht es vielleicht der Einzug ins Wohnzimmer bevor, doch wann wird weiter gedacht? Logischerweise wird ein Applegerät, unscheinbar und vermutlich nur mit einer Einschalttaste versehen die Zentrale unseres iHomes werden.
Wir stehen vor einer dringend notwendigen Revolution für die Homeautomation und die Situation weist auffällig viele Ähnlichkeiten mit der skizzierten Situation vor dem iPod auf.

Es gibt eine Anzahl von Herstellern die bieten Intelligente Systeme um Rollanden zu steuern, Lampen zu bedienen, Beamerleinwände auf und ab zu lassen. Gemeinsam haben sie eine grottenschlechte Bedienung. Tastenfelder, Drehregler gepaart mit Menüstrukturen die man ohne Handbuch und Schulung schwerlich begreift.

Was liegt näher, das Apple KIS „keep it simple“ mit einem Homehub in das Apple- home zu integrieren?

Der neue Billiarden Markt

Einfache Zusatzgeräte übernehmen die Kontrolle von Lampen und allen anderen Gegenständen letztendlich hin bis zur Heizungsanlagen und Alarmsystemen, oder sogar zukünftiger Elektromobile und deren Energiespeicher.

Gesteuert über das iPhone, iPad, den Apple TV, unabhängig vom Ort. Einfach installierbare Apps ermöglichen eine ungekannte Vielfalt an Anwendungen die alle auf diesem System beruhen, das iTunes bereits vorgemacht hat: Drehscheibe von Inhalten und Apps, Geschäftsmodell mit einer Win-Win Situation.

Und entscheidend dabei ist nicht die Hardware Schnittstelle, sondern die Software, eben Jony Geschäftsbereich. Sprachsteuerung für den Haushalt, das Licht und einfach all die gebaute Umwelt ist nicht nur technologisch naheliegend, sondern ein gigantischer Markt der fast nach einem Platzhirsch sucht.

Apple kann dieser Platzhirsch werden, Apple hat genug Technologie und Kapital in Überfluss. Nur sie müssen sich ranhalten, denn auch die anderen „Nachahmer“ können dort einen Fuss in die Tür bekommen.

Alternativ, und das sage ich als Pirat ist natürlich die Etablierung eines freien Projekts, mit offenen Standards, patentbefreit und von einer Community getragen. Leider erwarte ich von Apple nicht, Herz dieser freien Gemeinschaft zu werden, obwohl dies auch marketingtechnisch nicht gerade wenige Kritiker besänftigen könnte.

Als Architekt kann ich mir dort unser zukünftiges Lebensumfeld gut ausmalen.

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