Winter – mal wieder richtig

Eisblumen am Einfachfenster
Eisblumen am Einfachfenster

Der Winter 2009/2010 zeigt seit vielen Wochen ein eisiges Gesicht. Dauerfrost und grosse Schneemengen bremsen das Leben im Land aus. Sogar die Politik reagierte und Verkehrsminister Ramsauer spricht von 16 Milliarden Tonnen Schnee die das Land bedecken und begründet damit die schlechte Stimmung im Volk über die Regierungspolitik. Dabei schützt der dicke Schnee den Boden vor tiefen Bodenfrost und sichert das Überleben von vielen Tieren und Pflanzen.

Was hat das alles mit Architektur zu tun, fragen Sie sich nun vielleicht.

Schnee liegt auf den Dachflächen und auch dort dämmt er in gewisser Weise die vielen Minusgrade. Er zeigt uns auch sehr deutlich durch sein Abschmelzen, wo Wärme aus dem Innenraum durch die Dachhaut wandert. Mit etwas Geschick erkennt man Fehlstellen, wie undichte Anschlüsse der Dämmung an Sparren und andere Bauteile. Ein einfaches Hilfsmittel, um zu erkennen, wo Wärme sinnlos das Gebäude verlässt.

Besonders von den Menschen mit manuell betrieben Feuerstellen lese ich in anderen Blogs und Foren von bisher rund 3fachen Brennstoffverbrauch für die Hausheizungen. Sie verbrennen überwiegend Holz und Kohle, die Vorräte schrumpfen und Nachbestellungen kosten.
Für alle anderen kommt das dicke Ende aber erst mit der Heizkostenabrechnungen in einigen Monaten. Wer wirft schon einen Blick auf den Erdgaszähler?

Bei den strombeheizten Objekten wird dies noch deutlicher spürbar werden und gerade die vielbeworbenen Wärmepumpen werden dem Nutzer heuer kaum Freude bereiten. In Forstnächten, hier bis zu -18°C kann man billiger eine Elektroradiator betreiben als die Luft- Wärmepumpe. Doe schlechte Wahl ist jedoch schon getroffen.

Dabei hat die Sonne ja schon wirklich Kraft. Die wenigen sonnigen Tage bisher schafften es hier, den Innenraum im Dachgeschoss weit über 24 °C aufzuwärmen und die Baustoffe, Eichenbalken und Lehmputz zusammen mit einer Holzfaserdämmung speichern die Wärme, so dass man sogar noch nach einer eisigen Nacht die Restwärme deutlich spüren kann.
So warte ich auf die Sonne und akzeptiere dazwischen sogar fast gerne kühlere Raumtemperaturen. Etwas mehr Kleidung hilft dabei.

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