Peak phosphorus

Na, da wirds doch jetzt spannend, wenn die Medien anfangen, das wichtige Thema Phosphor aufzugreifen. Die EU hat ein Forschungsprojekt ausgeschrieben und in den Niederlanden soll ein Expertentreffen stattfinden.

Guten Morgen, Damen und Herren Entscheider!

Losgetreten hat das Phosphorproblem Dr. Arno Rosemarin (research and communications manager of the EcoSanRes programme at the Stockholm Environment Institute (SEI), Stockholm, Sweden).

Er stellt auch gleich dar, dass bei heutigem Verbrauch die Reichweite der Vorräte von rund 15 Mrd. Tonnen noch 75-100 Jahre ausreichen werden. Der Peak in der Förderung wird jedoch bereits in 20-25 Jahren auftreten und damit die Gewinnungskosten stark steigen. Auch steigt der jährliche Verbrauch bereits heute um 7%. So ist die Reichweite, aber auch die Verteilung gerade in den armen Ländern durchaus ein sehr kritischer Faktor.

Andere Länder sind da weiter, China hat bereits 4000 Anlagen, um auch Phosphor wieder zu verwenden.
Für Deutschland sagt Arno Rosemarin, dass rund 2/3- 3/4 des benötigten Phosphors aus den landwirtschaftlichen Resten von Kot bis zu Ernteresten gewonnen werden könnten und der Rest aus menschlichen Ausscheidungen.
Ja, da sind wir dann wieder bei dem teueren und unsinnigen Thema der Wassertoiletten und Zentralkläranlagen. Urin enthält über 90% des ausgeschiedenen Phosphates und wir verdünnen ihn mit Unmengen an teuerem Trinkwasser, anstatt ihn als wertvolle Ressource zu nutzen. Gerade wird hier für viele Millionen Euro wieder eine derartige Anlage und ein Kanal gebaggert. Und dabei weiß sowohl der zuständige Zweckverband um die Problematik, wie auch die Bürgermeisterin, die sogar im politischen Gremium des Zweckverbandes sitzt.
Aber auch die Leute in den Ministerien wissen Bescheid, da hatte ich bereits vor Jahren diesbezüglich Gespräche geführt.

Just the money makes it. Betonwerke und Anlagenbauer wollen ja heute verdienen.

Hier etwas mehr zur Problematik (link)

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